Ein Bienenfresser in Sambia

Umwelt Klimawandel und Waldverlust

Sambia ist zunehmend mit den Folgen des Klima­wandels konfrontiert und engagiert sich in inter­nationalen Gremien für den Klima­schutz. Durch unregel­mäßigere Nieder­schläge sind Dürren und Stark­regen­ereignisse häufiger geworden. Aus­bleibende Regen­fälle haben in den ver­gangenen Jahren zu er­heblichen Ernte­verlusten sowie zu Engpässen in der stark auf Wasser­kraft ba­sie­ren­den Strom­ver­sorgung geführt.

Die biologische Vielfalt in Sambia ist einzigartig und muss dringend geschützt werden. Die gesetzlichen Rahmen­bedingungen für Um­welt­schutz­maß­nahmen sind vorhanden, ihre Umsetzung scheitert aber noch zu oft am fehlenden politischen Willen und Umwelt­be­wusstsein sowie an zu geringen finanziellen Mitteln und Kapa­zitäten der zuständigen Institutionen.


Pflanzen- und Tierwelt bedroht

Besorgniserregend ist die dramatische, meist nicht regulierte kommerzielle Abholzung der sambischen Wälder. Weite Teile der Bevölkerung tragen ebenfalls zur Entwaldung bei, denn die meisten Menschen kochen mit Holzkohle. Inzwischen hat Sambia eine der weltweit höchsten Entwaldungsraten. Die Abraumhalden der Kupferminen und der unsachgemäße Umgang mit Schadstoffen aus dem Bergbau belasten die Umwelt zusätzlich, insbesondere die Flüsse und das Grundwasser.

Sambia hat einen großen Teil seiner Landfläche als Nationalparks ausgewiesen. Der große Elefantenbestand Sambias ist dennoch durch Wilderei stark bedroht. Das in Sambia heimische Spitzmaulnashorn war bereits ausgerottet und wird erst seit wenigen Jahren wieder neu angesiedelt.