Ansicht von Lima

Soziale Situation Erfolge bei der Armutsreduzierung aber weiterhin Ungleichheit

Vermögen und Einkommen sind in Peru sehr ungleich verteilt. Auch wenn sich die Armut und die Ungleichheit im Land verringern, sind sie nach wie vor sehr große Herausforderungen für die wirtschaftliche, soziale und politische Teilhabe.

Besonders stark ausgeprägt ist die Armut in den ländlichen Regionen des Andenhochlandes, am Ostabhang der Anden, in Amazonien und unter der indigenen Bevölkerung. Ein immer noch großer Anteil der Peruanerinnen und Peruaner lebt von Selbstversorgung (Subsistenzlandwirtschaft) und von schlecht bezahlten Tätigkeiten im informellen Sektor außerhalb der staatlichen Sicherungssysteme.

Erklärtes Ziel der Regierung ist es, die Armut zu verringern und die Sozialpolitik auszuweiten. Zugleich soll aber die durch Haushaltsdisziplin geprägte Wirtschaftspolitik beibehalten werden. Gestützt durch das Wirtschaftswachstum konnte die peruanische Regierung in den vergangenen Jahren signifikante Erfolge bei der Armutsbekämpfung erzielen.

Das hohe Wirtschaftswachstum ließ die Einnahmen des peruanischen Staates steigen, der daraufhin deutlich mehr Mittel für Sozialprogramme einsetzte. Im Oktober 2011 wurde ein eigenes Ministerium (Ministerio de Desarrollo e Inclusión Social, MIDIS) eingerichtet, um die Sozialpolitik sektorübergreifend zu steuern und ihre Wirksamkeit zu verbessern.