Arbeiter in einer kleinen Reismühle in Jega, Nigeria

Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Zugang zu Krediten und beruflicher Aus- und Fortbildung

Um die Armut in Nigeria erfolgreich zu reduzieren, werden unter anderem deutlich mehr Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten für die wachsende Bevölkerung benötigt. Der Privatsektor, der viele Arbeitsplätze bieten könnte, ist bisher aber nur sehr schwach entwickelt.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich daher auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Handeln. Sie setzt an folgenden Punkten an:

  • Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas: Aufbau von Beratungsstellen für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU), Förderung des Dialogs zwischen Staat und privater Wirtschaft, Reformen in den Bereichen Landerwerb/-registrierung, Baugenehmigung und Steuerverwaltung
  • Förderung von Mikrofinanzinstitutionen, damit KKMU und Privathaushalte aus den unteren Einkommensschichten Zugang zu Krediten erhalten
  • Förderung des nigerianischen Bankensektors, zum Beispiel durch den Aufbau eines Agrarfonds, der kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum unterstützt
  • Unterstützung der Finanzsystementwicklung, etwa bei der Regulierung von Mikrofinanzbanken und beim Aufbau von Verbraucherschutz im Finanzsektor
  • Fortbildungsangebote für Kleinunternehmer und Landwirte (Frauen und Männer) zum Erwerb unternehmerischer Fähigkeiten
  • Förderung einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten beruflichen Bildung in den Berufsfeldern Bauwirtschaft, Landwirtschaft und Industriemechanik, um die Beschäftigungschancen junger Frauen und Männer zu erhöhen
  • Vermittlung einer finanzwirtschaftlichen Grundbildung in Grund- und Mittelschulen, Angebote zur Berufsorientierung für Jugendliche in enger Kooperation mit lokalen Unternehmen