Kernthema „Frieden und gesell­schaft­licher Zu­sam­men­halt“ Kommunale Strukturen stärken

Mit dem Ziel, die kommunalen Strukturen im Land zu stärken, bemüht sich Niger seit 2004 um eine Dezentralisierung. Eine der Herausforderungen dabei ist, den Kommunen nicht nur Kompetenzen zu übertragen, sondern ihnen auch die zur Erfüllung der zusätzlichen Aufgaben notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen.

Gewürzhandel auf dem Markt in Niamey, Niger

Gewürzhandel auf dem Markt in Niamey, Niger

Gewürzhandel auf dem Markt in Niamey, Niger

Deutschland unterstützt Niger auf vielfältige Weise beim Aufbau der Selbstverwaltung. So wurden mit ausgewählten Projektgemeinden Entwicklungspläne erarbeitet. In die Erstellung der Pläne wurden alle gesellschaftlichen Gruppen einbezogen.

Siehe auch
Aktenordner im Finanzministerium in Accra, Ghana

Auf nationaler Ebene beraten deutsche Expertinnen und Experten die nigrische Regierung und das nationale Planungsministerium bei der Erarbeitung einer Dezentralisierungsstrategie und der Entwicklung von entsprechenden Leitlinien.

Eine wichtige Aufgabe für den nigrischen Staat ist der nationale Finanzausgleich. Deutschland unterstützt die Agentur zur Finanzierung der Gebietskörperschaften (ANFICT). Sie soll die verschiedenen Förderetats zentral verwalten und den transparenten Einsatz der Mittel kontrollieren, damit die Gemeinden finanziell hinreichend ausgestattet sind.

Ein von der KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) betreuter Investitionsfonds für dezentrale Institutionen (FICOD) stellt den Gemeinden Mittel zur Verfügung, um die wirtschaftliche, soziale und öffentliche Infrastruktur zu verbessern. Im Auftrag des BMZ bietet die GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Beratung und Ausbildung für kommunale Vertreterinnen und Vertreter der Gebietskörperschaften an. Sie werden dadurch in die Lage versetzt, eigene kommunale Entwicklungspläne zu erstellen und dann Finanzierungsleistungen des Fonds zu beantragen. Mit diesen Mitteln werden zum Beispiel Schulen gebaut, Gesundheitsstationen und Busbahnhöfe instandgesetzt, Märkte errichtet oder Zufahrtswege von Dörfern zu überregionalen Straßen angelegt.


Stand: 25.03.2022