Leitstand der Wasseraufbereitungsanlage Goreangab in Windhuk, Namibia

Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Zugang zu Berufs­bildung und Finanz­dienst­leistungen

Ziel des deutschen Engagements in diesem Schwerpunkt ist, zur Entwicklung einer wachstumsfähigen, sozialen Marktwirtschaft beizutragen und dadurch möglichst vielen Menschen die Teilnahme am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Aus- und Weiterbildung von Fachkräften

Die Wettbewerbsfähigkeit von namibischen Unternehmen leidet unter einer schwerfälligen Bürokratie und einem akuten Fachkräftemängel. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) die für berufliche Bildung zuständige Regulierungsbehörde dabei, in enger Abstimmung mit der Wirtschaft den Fachkräftebedarf zu analysieren.

In ausgewählten Wirtschaftssektoren wird die Aus- und Weiterbildung verbessert und ausgeweitet, etwa für Solarinstallation, Landwirtschaft und Straßenbau. Mit deutscher Unterstützung werden staatliche und private Ausbildungszentren gestärkt, Berufsbilder und Lehrinhalte weiterentwickelt, Lehrkräfte und Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Berufsschulen aus- und fortgebildet und Modelle einer dualen Berufsbildung in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft gefördert.

Um neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, fördert Deutschland außerdem die Gründung und Entwicklung von Startups. Dafür wird in der namibischen Hauptstadt Windhuk ein Gründer- und Innovationszentrum aufgebaut, das als zentrale Anlaufstelle für Existenzgründerinnen und -gründer dienen soll.

Mikrokredite fördern

Besonders die Bevölkerung in dünn besiedelten ländlichen Regionen und die Kleinbetriebe im informellen Sektor haben bisher kaum Zugang zu Finanzdienstleistungen. Die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt daher den staatlichen Finanzdienstleister NamPost dabei, ein Netz von mehr als 160 Filialen aufzubauen. So erhalten bislang benachteiligte Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit, Ersparnisse aufzubauen. Kleinbetriebe erhalten Zugang zu Mikrokrediten, die sie benötigen, um Investitionen zu tätigen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.