Königliche Garde am Mausoleum des Königs Mohammed V und seiner Söhne in Rabat, Marokko

Politische Situation Monarchie mit demokratischen Elementen

Marokko ist eine Monarchie mit Elementen einer parlamentarischen Demokratie. König Mohammed VI. gibt die politischen Richtlinien vor. Bei den Parlamentswahlen im November 2011, die König Mohammed VI. aufgrund der Proteste im Land vorgezogen hatte, gewann mit der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (Parti de la Justice et du Développement, PJD) erstmals eine gemäßigt-islamische Partei die meisten Stimmen.  Aus den Parlamentswahlen vom Oktober 2016 ging die PJD erneut als Sieger hervor.

2015 trat eine Gebietsreform in Kraft, durch die den Regionen mehr politische Zuständigkeiten zugewiesen wurden.  Im September 2015 wurden die Regionalräte zum ersten Mal direkt gewählt.

Strategie für nachhaltige Entwicklung

Die marokkanische Regierungspolitik ist entwicklungsorientiert: Die Strategien und Pläne der Regierung orientieren sich an den Nachhaltigen Entwicklungszielen. Zu deren Umsetzung hat die Regierung im Juni 2017 die Nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung 2015–2020 (Stratégie Nationale de Développement Durable) verabschiedet.

Beziehungen zur EU

Marokko unterhält enge Beziehungen zur Europäischen Union. Seit dem Jahr 2000 ist ein Assoziierungsabkommen in Kraft, 2008 hat das nordafrikanische Land von der EU den "statut avancé" erhalten, der eine engere politische und wirtschaftliche Anbindung fördert. Derzeit wird über ein umfassendes Handels- und Dienstleistungsabkommen verhandelt, das den Vertrag von 2000 ersetzen soll.