Kinder in Tienfala

Soziale Situation Sehr harte Lebensbedingungen

Malis Bevölkerung ist von einer großen ethnischen und kulturellen Vielfalt geprägt – und leidet zu sehr großen Teilen unter extremer Armut. 

Dementsprechend schlecht sind die Lebens­bedin­gun­gen im Land: Von 1.000 Neu­gebo­renen sterben im Durchschnitt 94 vor ihrem fünften Geburtstag. Sehr viele Malierinnen und Malier haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, etwa 80 Prozent verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. Die Lebenserwartung beträgt nur etwa 59 Jahre. Das Bevölkerungswachstum liegt bei jährlich drei Prozent – 47 Prozent  der Einwohnerinnen und Einwohner Malis sind jünger als 15 Jahre.

Das Bildungswesen ist in einem schlechten Zustand: Nur rund 59 Prozent der schulpflichtigen Kinder besuchen eine Grundschule, lediglich rund 50  Prozent schließen die Grundschule ab. Fast zwei Drittel  der erwachsenen Malierinnen und Malier sind Analphabeten.

Etwa 56 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land und betreiben Ackerbau und Viehwirtschaft. Die Verstädterung durch Bevöl­kerungs­wachs­tum und Land­flucht nimmt aber rasant zu. Der Staat steht vor der schwierigen Aufgabe, Beschäf­tigungs­pers­pek­tiven für die stark wachsende junge Bevölkerung zu schaffen und den Zugang zu Basis­dienst­leistun­gen für alle Einwohner zu gewährleisten.