Schulklasse in Malawi

Schwerpunkt Grundbildung Lehrerausbildung und Schulspeisung

Die Regierung Malawis hat 1994 die Schulgebühren für die Grundschule abgeschafft. Seitdem hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht – fast alle Kinder werden inzwischen eingeschult. Die Qualität des Unterrichts ist allerdings gesunken.

Es fehlen Klassenräume, Lehr- und Lernmaterialien sowie qualifizierte Lehrkräfte. Im regionalen Vergleich liegen die Lernergebnisse malawischer Schülerinnen und Schüler im unteren Bereich. Im Durchschnitt muss eine Lehrkraft etwa 60 Kinder unterrichten.

Deutschland unterstützt die malawische Regierung bei der Reform der Lehrerausbildung, insbesondere im Fach Mathematik und im Bereich Didaktik. Es werden Lehrpläne überarbeitet und neue Unterrichtsmaterialien entwickelt. Außerdem werden mit deutscher Unterstützung Klassenräume, Schulküchen und Lehrerunterkünfte gebaut oder saniert. Ausgewählte Schulen werden mit Tablets und Software ausgestattet, um sie bei der Einführung von E-Learning-Konzepten zu unterstützen.

Hochwertiges Essen für Schulkinder

Ein weiteres Vorhaben zielt darauf ab, die Ernährungssituation an den Schulen zu verbessern. So wird der Mangelernährung entgegengewirkt und gewährleistet, dass mehr Kinder regelmäßig in der Schule erscheinen.

Das Projekt unterstützt Grundschulen und Gemeinden dabei, ausgewogene Mahlzeiten zuzubereiten und die Zutaten in eigenen Obst- und Gemüsegärten selbst anzubauen. So werden sie in die Lage versetzt, die Schulspeisung auch nach Projektende eigenverantwortlich fortzuführen. Über Radiosendungen und Theaterstücke wird den Kindern vermittelt, wie wichtig eine abwechslungsreiche Ernährung und gute Hygiene sind. Darüber hinaus werden Mitglieder der Gemeinden zu ehrenamtlichen Köchinnen und Köchen ausgebildet. Die Schulkinder, Lehrkräfte und Gemeindemitglieder geben ihr Wissen anschließend an ihre Familien weiter.