Cielo Gomez, eine Kaffeebäuerin aus der Gemeinde El Tablón de Gómez, im Südosten des Nariño-Territoriums in Kolumbien. Ihre Familie hat im Rahmen des Friedensprozesses Land, das illegal besetzt war, wieder zurückerhalten. Durch ein UN-Women-Projekt hat sie erreicht, dass ein Teil des Landes auf ihren Namen eingetragen ist. Gemeinsam mit anderen Kaffeebäuerinnen in der Region kann sie sich jetzt eine wirtschaftlich stabilere Zukunft aufbauen.

Kernthema “Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt” Das Friedensabkommen mit Leben füllen

Im Fokus der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit stehen Friedensentwicklung und Krisenprävention. Hierfür wurde 2018 von der kolumbianischen Regierung und dem BMZ die „Allianz für Frieden und nachhaltige Entwicklung“ vereinbart.

Deutschland begleitet den kolumbianischen Friedensprozess bereits seit 2008 und wird im Friedensabkommen von 2016 ausdrücklich erwähnt und gebeten, gemeinsam mit anderen Begleitstaaten im Bereich der Übergangsjustiz und Versöhnung Unterstützung zu leisten.

Dazu erhält Kolumbien technische Beratung und finanzielle Unterstützung, zum Beispiel bei der Erarbeitung von Gesetzen zur Opferentschädigung und Landrückgabe. Das BMZ fördert darüber hinaus staatliche und zivilgesellschaftliche (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Akteure, die sich im Bereich Konfliktprävention engagieren. Besonders beachtet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit dabei die am meisten von Gewalt und Armut betroffenen Regionen.

Darüber hinaus unterstützt das BMZ die Friedensmission der Organisation Amerikanischer Staaten.

Im Aktionsfeld Flucht und Migration unterstützt das BMZ Kolumbien dabei, die zurzeit rund 2,5 Millionen venezolanischen Geflüchteten und die etwa 8,5 Millionen Binnenflüchtlinge wirtschaftlich und sozial zu integrieren. Hierfür wurden seit 2021 auch zusätzliche Corona-Mittel eingesetzt, um die Folgen der Pandemie für diese besonders verletzlichen Menschen abzumildern.


Stand: 17.08.2022