Geflüchtete in einem Lager in Dadaab, Nordkenia

Gestaltungsspielraum „Stärkung guter Regierungsführung“ Reformen für eine starke Verwaltung

Kenia gilt als politisch stabiles Land mit funktionierenden demokratischen Strukturen, doch ineffiziente Verwaltung und weit verbreitete Korruption erschweren die Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung. Dies trägt maßgeblich zur Unzufriedenheit der jungen Generation bei und erhöht das Konfliktpotenzial im Land. Ein Vorhaben unterstützt die Regierung dabei, Transparenz, Rechenschaftspflicht und Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen zu stärken. Der Fokus liegt dabei auf der öffentlichen Finanzverwaltung.


Kenia gilt laut Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als politisch vergleichsweise stabiles Land mit einer aktiven Zivilgesellschaft und demokratischen Institutionen. Gleichzeitig bleibt die soziale und wirtschaftliche Lage vieler Menschen angespannt: Ein erheblicher Teil der Bevölkerung lebt in Armut, die Staatsverschuldung schränkt den fiskalischen Handlungsspielraum ein, und Korruption sowie ineffiziente Verwaltungsstrukturen beeinträchtigen das Vertrauen in staatliches Handeln. Zudem erreichen öffentliche Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung benachteiligte Bevölkerungsgruppen oft nicht.

Ziele im Sektor

Ziel des Vorhabens ist es deshalb, die Regierungsführung in Kenia zu verbessern. Korruption soll wirksamer eingedämmt, Transparenz und Rechenschaftspflicht gestärkt und die Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen erhöht werden. Das Vorhaben berät die kenianische Regierung bei zentralen Reformprozessen. Es unterstützt den Ausbau rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen für eine wirksamere öffentliche Finanzverwaltung, fördert Mechanismen zur Korruptionsprävention und stärkt den Schutz von Whistleblowern. Zugleich stärkt es dezentrale Verwaltungseinheiten, damit diese öffentlichen Dienstleistungen effizienter und unter Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit bereitstellen können. Ergänzend berät das Projekt zu Maßnahmen gegen illegale Finanzströme. Die Europäische Union beteiligt sich finanziell an dem Vorhaben.

Stand: 07.04.2026