Eine Solaringenieurin überprüft eine solarbetriebene Straßenlaterne.

Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Einfluss auf das globale Klima

Bei der indischen Energieversorgung zeigt sich eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage: Der Energieverbrauch steigt unaufhaltsam, doch die meisten vorhandenen Kraftwerke sind veraltet und ineffizient und stoßen zu viele Treibhausgase und andere Schadstoffe aus.

Einerseits ist die Bevölkerung – vor allem im ländlichen Raum – stark unterversorgt und auch die wirtschaftliche Entwicklung wird durch den Strommangel erheblich gebremst. Andererseits verursacht Indien bereits heute nach China und den USA den drittgrößten Kohlendioxid-Ausstoß der Welt. Die indische Wirtschafts- und Umweltpolitik hat dadurch direkten Einfluss auf die Entwicklung des Weltklimas.

Förderung von Solaranlagen

Deutschland unterstützt Indien daher dabei, die Energieversorgung technisch und wirtschaftlich effizient sowie sozial und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Im Mittelpunkt der Entwicklungszusammenarbeit steht die Förderung erneuerbarer Energien. Im Oktober 2015 wurde die "Deutsch-Indische Solarpartnerschaft" auf den Weg gebracht. Das Kooperationsvolumen beträgt eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen vor allem Solardachanlagen, die in Indien noch wenig verbreitet sind, sowie die dezentrale Stromversorgung ländlicher Gebiete durch Solaranlagen und Solarparks gefördert werden. Begleitend dazu sollen Fachkräfte ausgebildet werden, um örtliche Unternehmen bei der Einfuhr, dem Vertrieb, der Installation und der Wartung von Solaranlagen zu unterstützen.

Grüne Energiekorridore

Indien hat die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesteigert. Ein Engpass besteht aber mittlerweile bei deren Einspeisung in das stark belastete indische Stromnetz. Mit einem umfangreichen Darlehen fördert die Bundesrepublik den Ausbau von Übertragungsleitungen ("Grüne Energiekorridore"), um die Anbindung von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken an das nationale Stromnetz zu verbessern.


Wichtige Ziele der Zusammenarbeit sind zudem, die Effizienz bei der Energiegewinnung zu erhöhen, Stromverluste bei der Übertragung zu verringern und den Stromverbrauch in Unternehmen und privaten Haushalten zu senken.