Kernthema „Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“ (Reform­partner­schaft) Nachhaltige Energie­versorg­ung sichern

Ghana hat zwar im regionalen Vergleich eine beachtliche Elektrifizierungsrate (83 Prozent), doch hohe Energiekosten und häufige Stromausfälle stellen ein deutliches Entwicklungshemmnis für Unternehmen und private Haushalte dar.

Ein junger afrikanischer Bauer legt ein Solarpanel auf das Dach seines Hauses auf einer Cashew-Farm.

Ein junger afrikanischer Bauer legt ein Solarpanel auf das Dach seines Hauses auf einer Cashew-Farm.

Ein junger afrikanischer Bauer legt ein Solarpanel auf das Dach seines Hauses auf einer Cashew-Farm.

Um die Energiesicherheit im Land zu erhöhen, haben Deutschland und Ghana 2017 eine Reform- und Investitionspartnerschaft zum Thema erneuerbare Energien und Energieeffizienz ins Leben gerufen.

Die Partnerschaft bildet den deutschen Beitrag zur G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Initiative Compact with Africa (Externer Link).

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Umsetzung eines fortschrittlichen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Dazu unterstützt Deutschland zum Beispiel die Nutzung von Sonnenenergie: Ein mit deutschen Mitteln gefördertes Solarkraftwerk hat 2020 den Betrieb aufgenommen und wird künftig rund 32.000 Haushalte mit Strom versorgen. Jährlich werden dadurch etwa 13.600 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart.

Mehr als 16.000 Haushalte und kleine Unternehmen haben zwischen 2014 und 2020 an Trainings zu Energieeffizienzmaßnahmen teilgenommen. Knapp die Hälfte von ihnen konnte ihren Stromverbrauch verringern, im Schnitt um 20 Prozent.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Der steigende Wohlstand, veränderte Konsumgewohnheiten und illegale Importe führen in Ghana zu immer größeren Mengen an Elektro- und Elektronikschrott. Dieser Schrott wird derzeit überwiegend auf informellen Deponien weiterverarbeitet. Dabei werden Methoden eingesetzt, die die Gesundheit und die Umwelt extrem belasten – zum Beispiel das Abbrennen von Kabelisolierungen.

Auf einer Mülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra werden alte Elektrogeräte verbrannt, um verwertbares Metall zu gewinnen.

Auf einer Mülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra werden alte Elektrogeräte verbrannt, um verwertbares Metall zu gewinnen.

Auf einer Mülldeponie in Ghanas Hauptstadt Accra werden alte Elektrogeräte verbrannt, um verwertbares Metall zu gewinnen.

Deutschland fördert den Aufbau von sachgerechten Recycling- und Entsorgungssystemen und die Entwicklung von wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodellen für eine nachhaltige Verarbeitung von Elektroschrott.

Zusätzlich werden die Arbeitsbedingungen und die wirtschaftlichen Grundlagen für die Menschen im informellen Sektor (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verbessert, die auf den Deponien arbeiten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt zum Beispiel die Organisationsentwicklung von Vereinigungen von Schrotthändlern und -händlerinnen und hilft beim Aufbau eines Dachverbandes der Recyclingwirtschaft.