Im Girls Vocational Training Institute in Accra (Ghana) werden Mädchen in Elektrotechnik ausgebildet.

Kernthema "Ausbildung und nach­haltiges Wachs­tum für gute Jobs" Berufs­bild­ung und Finanz­system­ent­wick­lung

Ziel der deutschen Ent­wicklungs­zusam­men­arbeit im Arbeits­bereich Wirt­schafts­entwick­lung ist es, die Erwerbs­tätig­keit vor allem in kleinen und mittle­ren Unter­nehmen zu erhöh­en und ihren Zugang zu Finanz­dienst­leist­ungen zu ver­bes­sern.

Um den Fach­kräft­emangel in Kleinst- und Klein­unter­nehmen zu beheben, engagiert sich das BMZ – unter anderem über seine Sonder­initiative "Aus­bildung und Beschäf­tigung" – gezielt für eine bes­sere Berufs­bildung in beschäfti­gungs­intensiven Branchen. In Kooperation mit der Privat­wirt­schaft werden Aus­bildungs­möglich­keiten für Jugend­liche geschaffen.

Im Bereich Finanz­system­entwickl­ung fördert Deutsch­land unter anderem den Aufbau der ghana­ischen Ent­wicklungs­bank und eines Ein­lagen­sicherungs­systems.

Digital- und Beratungs­zentrum als zentrale An­lauf­stelle

In dieses Kern­thema der Zu­sammen­arbeit ist auch das BMZ-Initiativ­thema Digital­zentren und Digitalisierung  eingebettet. Künftig bündelt ein Digital­zentrum bestehende digitale Ansätze der deutschen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit in Ghana. Es dient sowohl Unter­nehmen als auch staat­lichen Einricht­ungen als Anlauf­stelle für digitale Lösungen.

In Accra wurde zudem ein Beratungs­zentrum für Jobs, Migration und Reinte­gration aufgebaut. Es soll durch Beschäf­tigungs­angebote Bleibe­perspek­tiven schaffen und rück­kehrenden Migrant­innen und Migranten bei der Wieder­eingliede­rung helfen.

Seit 2017 fanden 4.300 Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowie potenzielle Migrantinnen und Migranten eine Beschäftigung und mehr als 5.900 gründeten ihr eigenes Unternehmen.

Unterstützung beim Aufbau einer lokalen Impf­stoff­produk­tion

Ghanaische Unter­nehmen wollen gemein­sam mit inter­nationalen Firmen, darunter auch deutsche Akteure, in Ghana eine lokale Impf­stoff­industrie aufbauen. Deutsch­land unterstützt diesen Prozess durch um­fassende Beratung, Koordi­nierung und Wissens­transfer. Die ghanaische Regier­ung hat mit Unter­stützung der Deutschen Gesell­schaft für Inter­natio­nale Zu­sam­men­arbeit (GIZ) eine mehr­jährige Strategie zum Auf­bau einer Impf­stoff­produktion erarbeitet.

Kurzfristig sollen Anlagen zum Ab­füllen von Impf­stoffen errichtet werden, mittelfristig soll Impf­stoff auch selbst produziert werden. Um die Rahmen­beding­ungen dafür zu schaffen, kooperiert die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­arbeit gemeinsam mit der EU mit den ghana­ischen Regu­lierungs­behörden.