Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Finanzprodukte für kleine und mittlere Unternehmen

Nach dem Zerfall der Sowjetunion lag Georgiens Industrie am Boden. Den wirtschaftlichen Wiederaufbau leisteten vor allem kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU). Sie machen heute 90 Prozent aller georgischen Unternehmen aus. Doch vielen Firmengründern fehlte zunächst das Startkapital: KKMU galten bei den georgischen Banken pauschal als nicht kreditwürdig.

Eine Mitarbeiterin eines Labors in Tiflis bei der Qualitätsprüfung eines georgischen Weins

Eine Mitarbeiterin eines Labors in Tiflis bei der Qualitätsprüfung eines georgischen Weins

Eine Mitarbeiterin eines Labors in Tiflis bei der Qualitätsprüfung eines georgischen Weins

Mit Unterstützung der KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde die ProCredit Bank (PCB) Georgien gegründet, die sich auf Finanzprodukte für KKMU spezialisiert hat. Sie unterhält heute 58 Filialen im ganzen Land und ist inzwischen die drittgrößte Bank Georgiens. Auf regionaler Ebene fördert die KfW kleine und mittlere Unternehmen sowie den Wohnungsbau über den Europäischen Fonds für Südosteuropa (Externer Link) (European Fund for South East Europe, EFSE).

Ein zentraler Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung Georgiens ist die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten der Kaukasus-Region. Zur Erleichterung des Waren- und Dienstleistungsverkehrs unterstützt Deutschland die Beseitigung von Handelsbarrieren.

Um Exporte in den europäischen Markt zu fördern, werden im Rahmen der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zudem Maßnahmen zur Qualitätssicherung, zur Anpassung an internationale Standards und zur Vermarktung georgischer Produkte unterstützt.

Begleitend beraten deutsche Expertinnen und Experten staatliche und private Bildungseinrichtungen, um die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zu verbessern und stärker an den Bedürfnissen der Privatwirtschaft auszurichten. So wurde Ende 2016 die erste vollständig duale Berufsausbildung für Winzer in Georgien eingerichtet. Auch für die Tourismus- und die Baubranche werden in enger Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft bis zu 15 duale Ausbildungsgänge entwickelt und schrittweise eingeführt.