Wirtschaftliche Situation Große Abhängigkeit vom Erdöl

Ecuadors Wirtschaft ist rohstoff- und exportbasiert. Neben Landwirtschafts- und Fischereiprodukten spielen dabei nach wie vor Erdöl und Bergbauprodukte eine wichtige Rolle. Weltmarktpreise wirken sich dadurch unmittelbar auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes aus.

Warnschild in einem Ölfördergebiet in Ecuador

Warnschild in einem Ölfördergebiet in Ecuador

Warnschild in einem Ölfördergebiet in Ecuador

Die Wirtschaftstätigkeit ging 2024 um zwei Prozent zurück. Zu den Ursachen zählten die politische Unsicherheit im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Februar und April 2025, die angespannte Sicherheitslage sowie Energieknappheit. Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren führte landesweit zu Stromausfällen und -rationierungen. Infolge all dieser Faktoren wurde wenig investiert und der private Konsum ging zurück, darunter litten insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor.

Für 2025 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) mit einer Stabilisierung der Lage und einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. Der IWF unterstützt Ecuador mit Kreditprogrammen, die das Land zu Sparmaßnahmen und Reformen verpflichten. Insbesondere der damit verbundene Abbau von Subventionen hat in der Vergangenheit immer wieder zu großen Protesten der Bevölkerung geführt.


Stand: 18.08.2025