Junge Fußballer des Vereins ASEC Mimosas in Abidjan, Côte d’Ivoire

Politische Situation Streben nach Stabilität und Entwicklung

Seit dem Ende eines bewaffneten Konflikts 2011 hat Côte d’Ivoire große politische Fortschritte gemacht: Es wurden freie und friedliche Wahlen abgehalten, eine neue Verfassung wurde verabschiedet und die Transparenz und Effektivität des Regierungshandelns hat sich verbessert. Die Wirtschaft des Landes hat sich deutlich erholt.

Auf dem Weg zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht das krisengeschüttelte Land allerdings noch am Anfang. Côte d’Ivoire ist politisch und gesellschaftlich tief gespalten. Der Reformbedarf ist weiterhin groß und die Gefahr, dass Konflikte wieder aufflammen, ist noch nicht gebannt.

Nach den ehrgeizigen Plänen der Regierung soll Côte d’Ivoire bis 2020 zur Gruppe der Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) aufschließen. Auf dem aktuellen Entwicklungsindex der Vereinten Nationen (HDI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) liegt es auf Rang 162 von 189 Ländern.

Große politische Herausforderungen

Wichtige Aufgaben der Regierung sind die Fortsetzung des Versöhnungsprozesses, der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes, eine gerechtere Verteilung der Staatseinnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verringerung der Armut, die Reform des Justizwesens, die Eingliederung der ehemaligen Bürgerkriegsmilizen in die regulären Streitkräfte und der Kampf gegen die weit verbreitete Korruption.

Noch fehlt es an einem konstruktiven Dialog zwischen den gegnerischen politischen Lagern und an einer vollständigen strafrechtlichen Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen während der Bürgerkriegsjahre. Notwendig sind außerdem eine effektive Gewaltenteilung, die ein starkes Parlament mit starken Oppositionsparteien und eine unabhängige Justiz voraussetzt, sowie freie Medien und gesellschaftliche Konfliktlösungsmechanismen.