Reisernte in Mongla, im Südwesten von Bangladesch

Umweltsituation Wirtschaftswachstum und Klimawandel bedrohen Ressourcen

Die zunehmenden Umweltschäden in Bangladesch sind unter anderem die Folge von Naturkatastrophen, der großen Bevölkerungsdichte und Armut. Durch Bodenerosion und Abholzung werden Wälder, Feuchtgebiete und landwirtschaftliche Nutzflächen zerstört. Die Steigerung der industriellen Produktion belastet die Umwelt zusätzlich, etwa durch die Einleitung ungeklärter Abwässer in die Flüsse. Hinzu kommt, dass ein Teil des Trinkwassers durch natürliche Arsenvorkommen belastet ist. Der Langzeitkonsum dieses Wassers verursacht teils schwerwiegende Krankheiten.

Bangladesch ist besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen wird nach Einschätzung von Experten weiter zunehmen.

Blick auf die Schornsteine von Ziegelbrennereien in Savar, Bangladesch

Blick auf die Schornsteine von Ziegelbrennereien in Savar, Bangladesch

Blick auf die Schornsteine von Ziegelbrennereien in Savar, Bangladesch

Landwirtschaft

Rund 40 Prozent der Erwerbstätigen in Bangladesch sind in der Landwirtschaft beschäftigt, die jedoch nur etwa 13 Prozent zur Wertschöpfung des Landes beiträgt. Das wichtigste landwirtschaftliche Produkt ist Reis. Das fruchtbare Tiefland wird regelmäßig überflutet und ermöglicht so mehrere Ernten im Jahr.

Bisher konnte die Nahrungsmittelproduktion mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten. Die instabilen klimatischen Bedingungen erhöhen jedoch das Risiko von Nahrungsmittelkrisen. Der Umfang der Überflutungen nimmt zu, in der Folge gehen Ernten verloren und Fortschritte beim Ausbau der Infrastruktur werden zunichte gemacht. Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel diese Probleme in Zukunft weiter verschärfen und die landwirtschaftliche Produktion sich dadurch verringern wird.