Reisernte in Mongla, im Südwesten von Bangladesch

Umweltsituation Wirtschaftswachstum und Klimawandel bedrohen Ressourcen

Die zunehmenden Umweltschäden in Bangladesch sind unter anderem die Folge von Naturkatastrophen, der großen Bevölkerungsdichte und Armut.

Durch Bodenerosion und Abholzung werden Wälder, Feuchtgebiete und land­wirt­schaft­liche Nutz­flächen zerstört. Die Steigerung der industriellen Produktion belastet die Umwelt zu­sätzlich, etwa durch die Einleitung ungeklärter Abwässer in die Flüsse. Hinzu kommt, dass ein Teil des Trink­wassers durch natürliche Arsen­vor­kommen belastet ist. Der Lang­zeit­konsum dieses Wassers verursacht teils schwer­wiegende Krank­heiten.

Bangladesch ist besonders stark von den Folgen des Klima­wandels betroffen. Die Häufigkeit und Intensität von Natur­katastrophen wird nach Einschätzung von Experten weiter zunehmen.


Landwirtschaft

Rund 38 Prozent der Erwerbstätigen in Bangladesch sind in der Landwirtschaft beschäftigt, die jedoch nur etwa 13 Prozent zur Wertschöpfung des Landes beiträgt. Das wichtigste landwirtschaftliche Produkt ist Reis. Das fruchtbare Tiefland wird regelmäßig überflutet und ermöglicht so mehrere Ernten im Jahr.

Bisher konnte die Nahrungs­mittel­pro­duktion mit der Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung Schritt halten. Die instabilen klimatischen Bedingungen erhöhen jedoch das Risiko von Nahrungs­mittel­krisen. Der Umfang der Über­flutungen nimmt zu, in der Folge gehen Ernten verloren und Fort­schritte beim Ausbau der Infra­struktur werden zunichte gemacht. Experten gehen davon aus, dass der Klima­wandel diese Probleme in Zukunft weiter verschärfen und die land­wirt­schaftliche Produktion sich dadurch verringern wird.