Kernthema “Nachhaltige Wirtschafts­ent­wick­lung, Aus­bil­dung und Be­schäf­tigung” Arbeits­plätze schaffen, Wett­bewerbs­fähig­keit steigern

Algerien steht vor großen Herausforderungen: Die Wirtschaft muss breiter aufgestellt werden, um die Abhängigkeit vom Öl- und Gasgeschäft zu verringern. Es müssen Arbeitsplätze für die junge, rasch wachsende Bevölkerung geschaffen werden. Und die Berufs- und Hochschulbildung muss stärker auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes ausgerichtet werden. Deutschland unterstützt sein Partnerland bei der Bewältigung dieser Aufgaben.

Betrieb zur Herstellung von Verbandsstoffen in Algerien
Betrieb zur Herstellung von Verbandsstoffen in Algerien

Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen

Als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung gelten die kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) im Land. Sie werden im Rahmen der deutsch-algerischen Zusammenarbeit gezielt gefördert.

Dafür arbeitet die GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, staatlichen Institutionen, der algerischen Außenhandelskammer und der neu eingerichteten Agentur für die Entwicklung und Förderung von KMUs zusammen.

Über passgenaue Dienstleistungen und Beratungsangebote werden die Unternehmen unter anderem dabei unterstützt, ihr Management zu verbessern, Produktionsmittel effizienter und umweltbewusster einzusetzen, neue Produkte zu entwickeln und sich neue Märkte im In- und Ausland zu erschließen. Besonders gefördert werden junge Unternehmerinnen und Unternehmer.

Förderung der Beschäftigung

Bislang sind Absolventinnen und Absolventen von Berufs- und Hochschulen trotz ihrer Ausbildung von Arbeitslosigkeit bedroht – ihre erworbenen Qualifikationen entsprechen häufig nicht dem Bedarf des Arbeitsmarktes. Das deutsche Engagement zielt darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit in ausgewählten Berufsfeldern mit Bezug zu Energieeffizienz und Energiemanagement zu verbessern.

Mit Unterstützung des BMZ wird der Dialog zwischen Regierung und privater Wirtschaft gefördert. Es werden sowohl praxis- und arbeitsmarktorientierte Berufsausbildungsgänge und Studiengänge als auch berufsbegleitende Ausbildungsprogramme für Lehrkräfte sowie Frauenförderprogramme entwickelt.

Im Rahmen seines regionalen Engagements fördert das BMZ das Institut für Wasser- und Energiewissenschaften (Externer Link) (inklusive Klimawandel) der Panafrikanischen Universität. In internationalen Master-Studiengängen werden Fachkräfte für Wassertechnik, Wasserpolitik, Energietechnik und Energiepolitik ausgebildet. Außerdem soll am Institut ein Unternehmerzentrum entstehen.