Kernthema “Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs” Perspektiven für junge Menschen schaffen

Fast alle albanischen Betriebe sind Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen (KKMU); viele von ihnen sind im informellen Sektor tätig. Das Bildungssystem und insbesondere die berufliche Bildung sind nicht ausreichend auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen ausgerichtet. Das macht es jungen Menschen schwer, eine geeignete Beschäftigung zu finden – gleichzeitig finden viele Firmen keine qualifizierten Fachkräfte.

Ausbildung von Köchen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien

Ausbildung von Köchen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien

Ausbildung von Köchen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien

Vor allem gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer suchen ihr Glück in städtischen Ballungsgebieten oder im Ausland. Kleine und ländliche Unternehmen haben es zudem schwer, Kredite und Finanzierungen zu erhalten. Auch das schränkt ihre Möglichkeiten ein, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Deutsches Engagement

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist, dazu beizutragen, dass in Albanien mehr und vor allem zukunftsfähige Jobs entstehen und die Menschen höhere Einkommen erhalten. Gemeinsam mit der albanischen Regierung wurde eine Beschäftigungsförderungsstrategie erarbeitet, die nun umgesetzt wird:

  • Deutschland unterstützt eine Berufsschule und die Professionalisierung von zehn Berufsbildungszentren und arbeitet eng mit privaten Ausbildungseinrichtungen zusammen.
  • In Zusammenarbeit mit Ausbildungseinrichtungen und Wirtschaftsverbänden werden Weiterbildungsmöglichkeiten für Unternehmer geschaffen, die ihre kaufmännischen Fähigkeiten verbessern wollen.
  • Benachteiligte Bevölkerungsgruppen (Jugendliche, Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen) werden durch Berufsvorbereitungskurse unterstützt, sich neue berufliche Perspektiven erschließen. Bisher haben 1.900 Personen (davon 39 Prozent Frauen) nach Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen und Gründerförderung erfolgreich eine Beschäftigung aufgenommen.
  • Auch Menschen, die eine Zeit lang im Ausland, insbesondere in Deutschland gelebt haben, werden aktiv einbezogen. Im Rahmen des Programms „Perspektive Heimat“ wurden seit Start der Initiative 2017 knapp 100.900 individuelle Fördermaßnahmen durchgeführt, rund 12.600 davon für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Deutschland.

Ein weiterer Schwerpunkt des deutschen Engagements ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen. Dies geschieht im Rahmen eines Regionalprogramms für Südosteuropa.

IT-Ausbildung von Jugendlichen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien

IT-Ausbildung von Jugendlichen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien

IT-Ausbildung von Jugendlichen in einer Berufsschule in Kamza, Albanien


Stand: 22.06.2022