Stand: 3. August 2022 Informationen für ehemalige afghanische Ortskräfte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die Bundesregierung ermöglicht denjenigen Ausreise und Aufnahme in Deutschland, die uns in den vergangenen Jahren vor Ort unterstützt haben und deswegen nunmehr einer individuellen Gefährdung ausgesetzt sind. Mit dem Ortskräfteverfahren hat die Bundesregierung ein Verfahren eingerichtet, das Afghaninnen und Afghanen eine Aufnahme in Deutschland ermöglicht, wenn sie durch ihre ehemalige Tätigkeit für die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit exponiert und individuell gefährdet sind.

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Für diese Menschen trägt Deutschland eine besondere Verantwortung. Deshalb ermöglicht die Bundesregierung Aufnahmezusagen für ehemalige Ortskräfte und unterstützt sie mit einer sicheren Ausreise aus Afghanistan. Das BMZ finanziert die Ausreise aus Afghanistan über den Landweg sowie durch zivile Flüge. Seit Mai 2021 sind bereits über 2.000 Ortskräfte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit nach Deutschland eingereist – inklusive Familienmitgliedern sind das mehr als 10.000 Personen.

Das Verfahren steht – knapp ein Jahr nach Machtergreifung durch die Taliban – neuen Gefährdungsanzeigen von Ortskräften offen. Damit wird gewährleistet, dass sich neu ergebende, individuelle Gefährdungslagen weiterhin berücksichtigt werden können. Gefährdungsanzeigen sind an den ehemaligen Arbeitgeber zu richten. Im Anschluss erfolgt die Prüfung, wieweit die rechtlichen, eine Aufnahme begründenden Voraussetzungen vorliegen.

Weitere Informationen zur Ausreise aus Afghanistan finden Sie im aktuellen Fragenkatalog des Auswärtigen Amts (Externer Link).

Stand: 03.08.2022