Zusammenarbeit mit Kammern und Verbänden Business Scouts for Development 

Individuelle Beratung zu nachhaltigem Engagement: Mit den Business Scouts for Development stellt das BMZ Unternehmen im Inland und Ausland entwicklungspolitische Expertinnen und Experten zur Seite. An der Schnittstelle zwischen der deutschen Außenwirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit bieten diese in rund 40 Ländern eine einheitliche Ansprechstruktur für die Privatwirtschaft.

Logo: Business Scouts for Development
Logo: Business Scouts for Development

Die Business Scouts ermöglichen deutschen, europäischen und lokalen Unternehmen niedrigschwellige Zugänge zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit: Sie beraten zu Förder-, Finanzierungs- und Kooperationsangeboten und vernetzen die Unternehmen mit potenziellen Geschäftspartnern. Mit ihrer Regionalexpertise informieren die Business Scouts zu Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern und zeigen Marktpotenziale auf. Sie initiieren und begleiten Kooperationsprojekte, die ökonomisch sinnvoll sind und die nachhaltige Entwicklung vor Ort vorantreiben. Betriebspartnerschaften, die Begleitung von Kurzzeiteinsätzen vor Ort sowie der Transfer von Know-how schaffen darüber hinaus nicht nur neue Handelsmöglichkeiten, sondern auch neue Arbeitsplätze und Perspektiven vor Ort.

Im Dialog mit Partnern vor Ort
Im Dialog mit Partnern vor Ort

Dabei haben die Business Scouts eine Mittlerfunktion inne: Sie sind sowohl mit den Instrumenten, Angeboten und Ansätzen der Entwicklungszusammenarbeit vertraut als auch mit den Perspektiven und Bedarfen der Privatwirtschaft. Ihr breites, über viele Jahre hinweg aufgebautes Netzwerk ermöglicht es ihnen, zwischen beiden Sphären zu vermitteln und den gegenseitigen Austausch zu fördern. 

Durch ihre unmittelbare Einbindung in die Strukturen der Wirtschaft nehmen die Business Scouts wichtige Impulse, Anforderungen und Bedarfe der Privatwirtschaft auf und spiegeln diese dem BMZ zurück. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in entwicklungspolitischen Themenfeldern ist dies von hoher Bedeutung: Dank dieser Informationen können bestehende Förderinstrumente für den Privatsektor kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt sowie passgenaue neue Angebote zur Verfügung gestellt werden. Die Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Wirtschaft, Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit wird so weiter vertieft und erleichtert.


Weltweit gut beraten

cover kontaktdaten business scouts

Kontaktdaten der Business Scouts for Development

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 07/2021 | Dateigröße 289 KB, Seiten 12 Seiten

In Deutschland sind mehr als 30 Business Scouts bei Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (zum Beispiel DIHK, BDI, ZDH, BGA), Industrie- und Handelskammern (IHKs), Handwerkskammern, Branchenverbänden, Ländervereinen sowie in Kooperation mit Engagement Global (Externer Link) auch bei Stiftungsorganisationen tätig. In rund 35 weiteren Ländern arbeiten die Business Scouts for Development entweder direkt in den Büros der deutschen Entwicklungszusammenarbeit oder sind als Integrierte Fachkräfte bei den Auslandshandelskammern (AHKs) und Delegationen der Deutschen Wirtschaft tätig. So schlagen sie die Brücke zwischen Privatwirtschaft, Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit.

Regionale und thematische Schwerpunkte 

Im länderübergreifenden Netzwerk der Business Scouts können Synergien in Wirtschaftsräumen und Branchen optimal genutzt werden. Aus diesem Grund arbeitet das Programm entlang regionaler sowie thematischer Schwerpunkte, die sich an den entwicklungspolitischen Zielsetzungen des BMZ und den Bedarfen der Wirtschaft orientieren. Die Expertise einzelner Fachkräfte wird im Netzwerk gebündelt und Themen werden übergreifend und effizient bearbeitet. 

Integriert in das Business Scouts for Development-Programm beraten Messe-Expertinnen und -Experten Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern zur Teilnahme an Messen in Deutschland und Europa – als Ausstellende oder Besuchende. Während der Corona-Pandemie nehmen sie verstärkt virtuelle und hybride Messeformate in den Fokus. Durch die fachkundige Beratung und das Netzwerk der Messe-Expertinnen und -Experten können Unternehmen ihren Messebesuch optimal nutzen und so neue Kunden und Geschäftspartner gewinnen. Lokale Unternehmen können so Produktion und Arbeitsplätze sichern und die Wertschöpfung vor Ort erhöhen. 

Eine starke Einbeziehung der Privatwirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit ist zentral für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) und die Förderung nachhaltiger Entwicklungsprozesse. Durch die individuelle Beratung der Business Scouts for Development entsteht eine Zusammenarbeit von Privatwirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaftsakteuren in den Partnerländern auf Augenhöhe, von der alle Seiten profitieren. 

Das Programm wird im Auftrag des BMZ von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (GIZ) umgesetzt. Die Integrierten Fachkräfte werden über das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (CIM) vermittelt. 

Zukunftsmärkte in Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern

Um deutschen Unternehmen ein nachhaltiges Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erleichtern, veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam mit Germany Trade & Invest (GTAI), den Auslandshandelskammern (AHKs) vor Ort sowie Partnerverbänden in Deutschland Marktführer für ausgewählte Branchen und Länder. 

Die Publikationsreihe "Neue Märkte – Neue Chancen" wird aus dem Programm Business Scouts for Development heraus umgesetzt und wird vom BMZ gefördert.