In der Altstadt von Kairo

Zusammenarbeit konkret Ägypten: Mehr Arbeitsplätze für Jugendliche

"Endlich habe ich Arbeit gefunden und belaste meine Familie nicht mehr finanziell“, freut sich Waffia Mahmoud. Die 25-jährige Ägypterin hat eine feste Stelle in einem Lebensmittelbetrieb in Kairo gefunden. Zuvor war sie ein Jahr lang arbeitslos.

Trotz einer hohen Arbeitslosigkeit haben zahlreiche Unternehmen in Ägypten Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, weil die Beschäftigungsangebote für Arbeitssuchende häufig inakzeptabel sind: Oft wird nur wenig Lohn gezahlt, es gibt keine formellen Arbeitsverträge und auch keine Sozialleistungen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird durch diese Verhältnisse gebremst.

Bei einer Firma in Ägypten werden Türme für Windkraftanlagen gefertigt.

Bei einer Firma in Ägypten werden Türme für Windkraftanlagen gefertigt.

Bei einer Firma in Ägypten werden Türme für Windkraftanlagen gefertigt.

Teilhabe durch Beschäftigung

Um Zukunftsperspektiven für junge Menschen zu schaffen, unterstützt Deutschland Ägypten dabei, die Beratungs- und Vermittlungsangebote für Arbeitssuchende zu erweitern und die Qualität der Arbeitsstellen zu verbessern. Das Projekt "Teilhabe durch Beschäftigung“ ist Teil der Sonderinitiative des BMZ zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten.

Zur Verbesserung der Beschäftigungsangebote erhalten kleine und mittlere Unternehmen Beratung und Trainings. Auch "Beschäftigungszentren“ werden aufgebaut, die Jugendliche in Jobs vermitteln und Schulungen zur Vorbereitung auf den Beruf anbieten.

Waffia Mahmoud hat an einem solchen Training teilgenommen und wurde bei der Berufswahl, dem Bewerbungsprozess und der Vorbereitung auf ihren Job unterstützt. Nun blickt sie positiv in die Zukunft: „Die Arbeit macht mir Spaß. Durch den Job habe ich nun auch zum ersten Mal ein richtiges Bankkonto – das hilft mir beim Sparen für die Zukunft.“

Ziele des Projekts

Bis 2022 sollen

  • mindestens 12.000 Jugendliche auf den Beruf vorbereitet werden, ein Viertel davon Frauen,
  • mindestens 15.000 Jugendliche in dauerhafte, formelle Arbeitsverhältnisse vermittelt werden, ein Drittel davon Frauen und
  • 30.000 Beschäftigte bessere Arbeitsbedingungen, zum Beispiel attraktivere Sozialleistungen, höhere Standards der Arbeitsplatzsicherheit oder neue Karrieremöglichkeiten, erhalten.