Aktuelles Vorstellung des UN-Welt­bevölkerungs­berichts 2021

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und Bundesminister Gerd Müller bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021 in Berlin

Jan Kreutzberg, Geschäfts­führer der Deutschen Stiftung Welt­be­völkerung (DSW) und Bundes­minister Gerd Müller bei der Presse­konferenz zur Vor­stellung des UNFPA-Welt­bevölkerungs­berichts 2021 in Berlin

Jan Kreutzberg, Geschäfts­führer der Deutschen Stiftung Welt­be­völkerung (DSW) und Bundes­minister Gerd Müller bei der Presse­konferenz zur Vor­stellung des UNFPA-Welt­bevölkerungs­berichts 2021 in Berlin

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 14. April 2021 stellten

  • Bundes­ent­wick­lungs­minister Gerd Müller,
  • Natalia Kanem, Exekutiv­direktorin UNFPA (per Live-Schalte) und
  • Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

den Weltbevölkerungsbericht 2021 vor. Der diesjährige Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) liefert Antworten auf die Frage "Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen aus?"


Fakten aus dem Weltbevölkerungsbericht

Titelblatt: Weltbevölkerungsbericht 2021 – deutsche Kurzfassung

Weltbevölkerungsbericht 2021 Dateityp pdf Sachstandsdatum 04/2021 Dateigröße 6 MB

Mein Körper gehört mir: Das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung einfordern | deutsche Kurzfassung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 04/2021 | Dateigröße 6 MB

Fast 11.000 Mädchen pro Tag erlitten letztes Jahr eine Genitalverstümmelung, das sind vier Millionen im Jahr. Nach Schätzungen des UNFPA könnte es im Zuge der Corona-Pandemie zu bis zu zwei Millionen zusätzlichen Fällen von weiblicher Genitalverstümmelung kommen.

Jüngsten Schätzungen zufolge leben heute 650 Millionen Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet wurden. Jedes Jahr werden weitere zwölf Millionen Mädchen verheiratet, bevor sie erwachsen sind.

In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt die häufigste Todesursache bei Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren.

Im vergangenen Jahr wurden jeden Tag fast 4.000 Frauen unfreiwillig schwanger, da sie durch Corona keinen Zugang mehr zu Verhütungsmitteln hatten.
 

Die Corona-Krise verschärft die Situation

Die Corona-Krise verschärft die Lage noch: Viele Gesundheitszentren sind mit der Bekämpfung der Pandemie überlastet. Lieferketten für Medikamente und Verhütungsmittel sind zusammengebrochen. Und Schwangere können nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen. Damit Mädchen und Frauen ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung umsetzen können, brauchen sie volle Gleichberechtigung, Zugang zu Bildung und eine bessere Gesundheitsversorgung!

Logo der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Deshalb investieren wir mit der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit in die Rechte von Frauen und Mädchen:

  • Wir haben die Mittel für globale Gesundheit deutlich erhöht und allein mit unserem Corona-Sofort­pro­gramm um über 600 Millionen Euro für die Jahre 2020/21 aufgestockt.
  • Zusammen mit dem Weltbevölkerungsfonds (UNFPA) ver­bessern wir die Ver­sor­gung schwangerer Frauen und schützen Hebammen vor Covid-19 – für eine bessere Schwanger­schafts­vor­sorge, sichere Geburts­hilfe und Nach­sorge! 
  • Bei der globalen Gesundheit sind wir der weltweit drittgrößte Geber.