UN-Generalversammlung Überregionale Allianz von UN-Mitgliedstaaten setzt neue Impulse für die Reform der Vereinten Nationen

„Doch damit Veränderungen stattfinden können, müssen wir als Partner zusammenstehen. Partner, die den Mut haben, ineffiziente Strukturen zu verändern. Partner, die das UN-System aktiv und entschlossen verteidigen und zu seiner Erneuerung beitragen. Partner wie diese Allianz. Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass Multilateralismus funktioniert.“

– Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Gruppe von Menschen mit Flaggen in den Händen

Die Allianz „Supporters of the UN Development System“ zeigt Flagge für internationale Zusammenarbeit – im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York trafen sich Minister und Ministerinnen aus fünf Mitgliedstaaten mit UN-Untergeneralsekretär Guy Ryder.

Die Allianz “Supporters of the UN Development System” zeigt Flagge für internationale Zusammenarbeit – im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York trafen sich Minister und Ministerinnen aus fünf Mitgliedstaaten mit UN-Untergeneralsekretär Guy Ryder.
Logo der Allianz „Supporters of the UN Development System"

Wie können die Vereinten Nationen reformiert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine internationale Allianz von Staaten, die „Supporters of the UN Development System“. Im Rahmen der hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung traten Minister und Ministerinnen aus fünf Mitgliedstaaten mit UN-Untergeneralsekretär Guy Ryder in den Dialog dazu. Guy Ryder leitet den aktuellen Reformprozess der Organisation, bekannt unter dem Namen UN80. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Jordaniens Planungsministerin Zeina Toukan richteten die Veranstaltung am Rande der UN-Generaldebatte gemeinsam aus.

Die Allianz „Supporters of the UN Development System“ wurde 2025 auf Initiative des BMZ gegründet. Sie bringt 23 Staaten aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen – über traditionelle Bündnisse hinweg. Ihr gemeinsames Ziel: Die Entwicklungsarbeit der Vereinten Nationen soll sich konsequenter an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientieren. Dazu hat die Allianz zehn Handlungsempfehlungen für die UN erarbeitet, welche auf der Hamburg Sustainability Conference im Juni feierlich von der stellvertretenden UN-Generalsekretärin, Amina Mohammed, entgegengenommen wurden.

Die Reformvorschläge der Allianz beziehen sich dabei auf drei Ebenen: wie die UN wirksamer vor Ort arbeiten können, wie die Regionalstruktur diese Arbeit besser unterstützen kann und welche Anpassungen auf globaler Ebene vorgenommen werden sollen. Dabei macht sie ganz konkrete Vorschläge – beispielsweise die verbesserte Messung der Beiträge von UN-Länderteams zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele – und betont gleichzeitig den Schutz der wichtigen normativen Funktionen der Weltorganisation.

Während der diesjährigen hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung stellte die Allianz die gemeinsamen Reformempfehlungen nun in New York vor. Damit sollten insbesondere weitere reformbereite UN-Mitgliedsstaaten für die Allianz gewonnen und die UN-Organisationen für ihre Reformvorschläge sensibilisiert werden. Da die Empfehlungen gemeinsam von Geber- und Programmländern aus verschiedenen Regionen und Verhandlungsgruppen getragen werden, haben sie besonderes Gewicht. Dies wurde durch das hochrangige Publikum, bestehend aus Vertreter*innen von UN-Organisationen und von UN-Mitgliedstaaten unterstrichen.

Als Signal der Unterstützung für multilaterale Entwicklungspolitik in stürmischen Zeiten ließen sich die Vertreter*innen der Allianz in einem abschließenden Flaggenmoment mit ihren nationalen Flaggen und der UN-Flagge ablichten. Das Zeichen ist klar: Die Allianz zeigt Flagge für internationale Zusammenarbeit! Diese Botschaft gilt es nun weiterzutragen.