Gerechte Globalisierung und nachhaltige industrielle Entwicklung Minister Müller als neuer General­direktor der UNIDO vorgeschlagen

Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler

Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler

Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler

Pressemitteilung vom 12. Juli 2021 | Das Lenkungsgremium der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) hat heute den Kandidaten für den Posten des General­direktors nominiert. Die Wahl fiel auf den von der Bundes­regierung no­mi­nierten und von der EU und den 27 Mit­glieds­staaten unter­stützten Kandidaten, Bundes­ent­wick­lungs­minister Gerd Müller. Damit wurde zum ersten Mal ein Kandidat aus Deutschland und einem Industrie­land für diesen Posten vor­ge­schlagen.

Der neue General­direktor wird Ende November von der Voll­ver­sammlung aller Mitglieds­staaten offiziell bestellt. Nach der Entscheidung äußerte sich Minister Müller:

"Ich bedanke mich für das große Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, nach der General­konferenz Ende November die Leitung der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) zu über­nehmen. Die globalen Krisen zu überwinden bedarf einer starken multi­lateralen Antwort. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Poly­pandemie, die wir erleben, ein Weckruf an uns alle ist. Der Kampf gegen Covid-19 und den Klima­wandel erfordert eine stärkere Verpflichtung der Industrie­länder zur Zu­sammen­arbeit mit den Ent­wick­lungs­ländern. Wir brauchen mehr Innovation und Investitionen sowie globalen Technologie- und Wissens­transfer. Unser Ziel ist eine gerechte Globalisierung, eine nachhaltige industrielle Entwicklung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen und Zukunfts­per­spekt­iven in den Ent­wick­lungs­ländern.

Die UNIDO kann und sollte die führende UN-Agentur werden, um die Agenda 2030, das Pariser Abkommen, das Übereinkommen über die biologische Vielfalt und die Pekinger Erklärung und Aktionsplattform zur Gleichstellung der Geschlechter umzusetzen. Die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zeigen uns, welchen Weg wir gehen müssen.

Wir alle stehen vor gewaltigen Herausforderungen – gerade die Entwicklungsländer. Aber wir haben auch die Chance, gemeinsam stärker zu werden. Wir müssen jetzt handeln, vereint für eine bessere Zukunft!"

Siehe auch

Vor seiner Zeit als Minister war Gerd Müller im Eu­ro­pä­ischen Par­la­ment Mit­glied der par­la­men­ta­ri­schen Ver­sammlung der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks. Von 2005 bis 2013 arbeitete er als Staats­sekretär im Bundes­land­wirt­schafts­mi­nis­te­rium zu den Schwer­punkten Welt­er­nährung und inter­nationale Agrar-Ent­wick­lungs­pro­jekte. Seit 2013 ist er Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­ter und hat ins­be­sondere die Zu­sammen­arbeit mit Afrika, das En­ga­ge­ment für eine Welt ohne Hunger, den inter­nationalen Klima­schutz, die Zu­sam­men­arbeit mit der Wirt­schaft und die Berufs­aus­bildung stark aus­gebaut. In der Corona-Krise hat das Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­terium (BMZ) ein Corona-Sofort­programm auf den Weg gebracht, das neben der unmittelbaren Pan­de­mie­be­kämpfung einen Fokus auf den Schutz von Arbeits­plätzen in den Ent­wick­lungs­ländern legt.

Der UNIDO gehören 170 Staaten an. Die Organisation mit Sitz in Wien kümmert sich um die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern und hat dabei Armutsbekämpfung und ökologische Nachhaltigkeit im Blick. Sie wird seit 2013 von dem Chinesen Li Yong geleitet.