Wechsel an der Spitze der UNIDO Entwick­lungs­minister Gerd Müller wird General­direktor der UN-Or­ga­ni­sa­tion für in­dus­trielle Ent­wicklung (UNIDO

Pressemitteilung vom 30. November 2021 | Wien – Der ge­schäfts­führende Bundes­ent­wick­lungs­minister Gerd Müller wird neuer General­direktor der Or­ga­ni­sa­tion der Vereinten Nationen für in­dus­trielle Entwicklung (UNIDO).

Gerd Müller, gewählter UNIDO-Generaldirektor, und Mohamed Mezghani, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, mit den Ernennungsurkunden

Gerd Müller, gewählter UNIDO-Generaldirektor, und Mohamed Mezghani, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, mit den Ernennungsurkunden

Gerd Müller, gewählter UNIDO-Generaldirektor, und Mohamed Mezghani, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, mit den Ernennungsurkunden

Die Ernennung von Minister Müller für eine vier­jährige Amts­zeit wurde heute im Rahmen der General­ver­sammlung der UNIDO in Wien be­stätigt. Im Dezember wird Müller Li Yong nach­folgen, der die Sonder­organisation der Vereinten Nationen seit 2013 leitete und während seiner Amts­zeit das Mandat der UNIDO an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nach­haltige Ent­wick­lung ausrichtete. 

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Dazu erklärte Gerd Müller: "Ich möchte General­direktor Li und den Mit­arbeiterInnen von UNIDO für die erfolg­reiche Arbeit in den ver­gangenen acht Jahren danken. Wir stehen gegen­wärtig vor globalen Her­aus­for­de­rungen, die uns alle be­treffen: der Klima­wandel, die Covid-19-Pan­demie und der zu­nehmen­de Hunger in der Welt. Um Un­gleich­heit zu be­kämpfen, einen besseren Wieder­auf­bau zu ge­währ­leisten und einen grünen Auf­schwung zu fördern, müssen wir auf inter­na­tio­naler Ebene stärker zu­sam­men­arbeiten und sofort handeln. Dazu möchte ich die UNIDO zu einer globalen Platt­form für Technologie­trans­fer, Know-how und Digitalisierung weiter­ent­wickeln."

Die Plattform könne Müller zufolge "grüne Fähig­keiten und Technologien fördern, die Nutzung von er­neuer­baren Energien aus­weiten und einen fairen Zugang zu globalen Märkten und Wert­schöpfungs­ketten er­möglichen – in enger Zu­sam­men­arbeit mit anderen UN-Agenturen, Regierungen, Ent­wick­lungs­banken sowie Unter­nehmen und In­vestoren. Die UNIDO kann so einen wirk­samen Beitrag zur ge­mein­samen Arbeit der UN leisten, den Mit­glieds­staaten dabei zu helfen, die Agenda 2030 für nach­haltige Ent­wicklung, das Pariser Klima­ab­kommen, das Über­ein­kommen über die bio­lo­gische Viel­falt und die Pekinger Er­klärung über die Gleich­stellung der Geschlechter zu erfüllen."

Er betonte sein Ziel, "UNIDO als führenden multi­la­teralen Akteur der För­de­rung von grüner, wider­stands­fähiger, inklusiver und nach­haltiger industrieller Ent­wick­lung durch eine er­neuerte Partner­schaft zwischen Industrie­staaten und Ent­wick­lungs­ländern zu eta­blieren und das En­ga­ge­ment der Industrie­staaten zu steigern."

Als Bundesminister stärkte Müller das Ministerium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, indem er den Haus­halt auf mehr als zwölf Milliarden Euro ver­doppelte. Mit dem Covid-19-Sofort­pro­gramm von vier Milliarden Euro hat Deutsch­land um­gehend auf die Krise reagiert, um die am wenigsten ent­wickel­ten Länder und Länder mit mittlerem Ein­kommen bei der Be­wäl­ti­gung der sozialen, wirt­schaft­lichen und ge­sund­heit­lichen Folgen der Pandemie zu unterstützen.

Zudem rief er Sonder­initiativen wie "EINE WELT ohne Hunger", "Flucht­ursachen be­kämpfen – Flücht­linge reintegrieren" und "Aus­bil­dung und Be­schäfti­gung" ins Leben – und ver­stärkte die Zu­sam­men­arbeit mit privaten Unter­nehmen, ins­be­sondere in Afrika (Marshallplan mit Afrika).

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