Pressemitteilung Wirtschaftsdelegation reist in die Ukraine: Partnerschaften im Gesundheitssektor ausgebaut
Parlamentarischer Staatssekretär Johann Saathoff: „Der Gesundheitssektor der Ukraine leidet unter extremer Belastung. Immer wieder sind Gesundheitseinrichtungen der Zerstörung russischer Angriffe ausgesetzt. Zudem verursacht der russische Angriffskrieg eine hohe Zahl von Versehrten, die versorgt werden müssen. Schon jetzt spielt die deutsche Gesundheitswirtschaft in der Ukraine eine wichtige Rolle. Ziel dieser Reise war es, bestehende Partnerschaften auszubauen und neue zu beschließen. Die Mobilisierung des Privatsektors für den Wiederaufbau der Ukraine ist für uns von höchster Priorität. Deshalb fördern wir öffentlich-private Partnerschaften und unterstützen die Modernisierung ukrainischer Gesundheitsinfrastruktur mit deutscher Medizintechnik. Damit stärken wir auch die Widerstandskraft und den Zusammenhalt der ukrainischen Zivilgesellschaft und schaffen Zukunftsperspektiven im Land.“
Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem ukrainischen Wirtschaftsminister Sobolew und Gesundheitsminister Liashko standen die die aktuelle Lage und Herausforderungen im Gesundheitssektor und konkrete Chancen für die deutsche Wirtschaft beim Wiederaufbau. Deutschland unterstützt die Ukraine hier bereits umfassend – etwa bei der Versorgung von Veteranen mit Prothesen, die teilweise von deutschen Unternehmen bereitgestellt werden.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges hat das BMZ rund 2,2 Milliarden Euro für die Menschen aus der Ukraine bereitgestellt. Diese Mittel umfassen Unterstützungsmaßnahmen zur Linderung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung in der Ukraine, zum Wiederaufbau von Infrastruktur, Wirtschaftsförderung und zur Begleitung des EU-Beitrittsprozesses.