Pressemitteilung BMZ stockt Winterhilfe für die Ukraine auf – Neue mobile Heizkraftwerke in Kyjiw versorgen 86.000 Menschen mit Wärme und Strom
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Russlands Kriegstaktik ist menschenverachtend. Die gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur lassen Ukrainerinnen und Ukrainer bei Minusgraden frieren, ohne Wasser und ohne Strom. Russland erschwert mit seinen Angriffen das Leben in der Ukraine und setzt darauf, dass viele Ukrainerinnen und Ukrainer die Flucht ergreifen. Wir setzen auf die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes und stehen an seiner Seite. Mit den beiden Heizkraftwerken aus Deutschland versorgen wir 86.000 Menschen, fünf Krankenhäuser, 25 Kindergärten, 13 Schulen und fast 200 Verwaltungsgebäude mit Strom und Wärme. Das ist Hilfe, die direkt ankommt und wirkt, wo sie am nötigsten gebraucht wird.“
Durch massive russische Angriffe im Winter 2025/2026, insbesondere in den letzten vier Wochen, sind weite Teile der ukrainischen Energieinfrastruktur zerstört worden. Die gezielten Angriffe dauern an. Landesweit haben die Menschen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oft nur wenige Stunden am Tag Strom, Heizung und fließendes Wasser.
Nach Angaben des ukrainischem Energieministerium droht die Gefahr, dass bis zu 15 Millionen Menschen ohne Strom- und Wärmeversorgung und damit häufig auch ohne Wasser sein werden.
Das BMZ reagiert darauf mit weiterer Winterhilfe zur Stabilisierung der dezentralen Energie- und Wärmeversorgung. Diese BMZ-Winterhilfe setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Bereits im Dezember 2025 stellte das BMZ zusätzliche Mittel über 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung bereit. Dieser Beitrag wird nun um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro aufgestockt. Die zwei jetzt übergebenen Blockheizkraftwerke sind die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, hybride Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und PV-Batteriesystemen folgen.
Parallel läuft über UNICEF die Ausstattung von 1.300 Schulen und Kitas mit Strom und Wärme.
Insgesamt können so über 3,2 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer wieder mit Wärme, Strom und fließendes Wasser versorgt werden.
Zusätzlich unterstützt das BMZ den ukrainischen nationalen Übertragungsnetzbetreiber UKRenergo mit einem Winterpaket in Höhe von rund 35 Millionen Euro. Damit wurden präventiv Schutzmaßnahmen um Umspannstationen gebaut und Lager mit Reparaturgütern aufgestockt. Diese kommen jetzt gerade in der akuten Energienotlage zum Einsatz und helfen, dass beschädigte Umspannwerke und Übertragungsleitungen schnell repariert werden können.
Aufgrund der akuten Energienotlage hat die ukrainische Regierung auch um Hilfeleistungen von Privatpersonen gebeten. Die Plattform Wiederaufbau Ukraine bietet eine Übersicht an, welche deutschen Vereine Spenden sammeln und Hilfe leisten (Externer Link).
Wer sich mit anderen Hilfsvereinen vernetzen will, kann sich unter info@ukraine-wiederaufbauen.de (Externer Link) melden.
Weitere Informationen zur Plattform finden sie hier (Externer Link).
Weitere Informationen zum Engagement des BMZ und der Bundesregierung zur Unterstützung der Ukraine finden Sie hier unter folgenden Links:
- Widerstandkraft der Ukraine stärken (Externer Link)
- So unterstützt Deutschland die Ukraine (Externer Link)