Pressemitteilung Entwicklungsministerin Alabali Radovan startet neue Partnerschaft für Schulessen und Bildung für 100 Millionen Kinder weltweit

16. Januar 2026 | Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat heute mit dem „School Meals Accelerator“ eine neue internationale Partnerschaft auf den Weg gebracht, die in den kommenden Jahren 100 Millionen Kindern weltweit Zugang zu gesundem Schulessen und Bildung ermöglichen soll.

Ein kleines Mädchen in Sierra Leone isst

Ein kleines Mädchen in Sierra Leone isst

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Schulmahlzeiten wirken weit über das Klassenzimmer hinaus. Sie sind ein entscheidender Hebel in unserem weltweiten Einsatz für Bildung, Gesundheit und eine bessere gemeinsame Zukunft. Und die neue internationale Initiative zeigt, dass wir durch Innovation und Partnerschaften einen Unterschied machen. Weltweit werden wir damit 100 Millionen Kindern in den kommenden Jahren eine Perspektive geben.“

Der School Meals Accelerator unterstützt Schulernährungsprogramme in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik. Bereits heute erhalten weltweit 466 Millionen Kinder regelmäßig Schulessen – 80 Millionen mehr als noch vor vier Jahren. Bis 2030 sollen über das neue Programm des School Meals Accelerators weitere 100 Millionen Kinder Zugang zu gesundem Schulessen und Bildung erhalten.

Ziel des neuen „School Meals Accelerator“ ist es, Kindern gesunde Nahrung und Schulbildung zu ermöglichen sowie zugleich durch regionale Lebensmittelbeschaffung lokale Landwirtschaft zu stärken und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort zu schaffen.

Das Programm stellt nationalen Regierungen Wissen, Beratung und Unterstützung zur Verfügung, um Schulernährungsprogramme langfristig eigenständig und nachhaltig aufzubauen und zu finanzieren. Ein zentraler Ansatz sind sogenannte „home-grown“ Schulmahlzeiten: Schulen beziehen Lebensmittel aus der Region und kaufen direkt bei lokalen Erzeugerinnen und Erzeugern. So kommen regionale Produkte auf den Teller der Kinder – und gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze, Einkommen und nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.

Gemeinsam mit dem UN-Welternährungsprogramm (WFP), der Rockefeller Stiftung und der Novo Nordisk Stiftung hat das Entwicklungsministerium (BMZ) den School Meals Accelerator heute im Rahmen der Grünen Woche gestartet. Das Programm ist eingebettet in ein globales Unterstützernetzwerk von mehr als 100 Ländern und 150 Partnerorganisationen, die sich für den Ausbau von Schulernährungsprogrammen engagieren.

Der Start des School Meals Accelerators ist Teil des deutschen entwicklungspolitischen Engagements für globale Ernährungssicherheit. Ziel ist es, Länder langfristig in die Lage zu versetzen, für eine gute Ernährung ihrer Bevölkerung zu sorgen. Statt kurzfristiger Nahrungshilfen werden nachhaltige Strukturen aufgebaut.

Im Rahmen der übergeordneten BMZ-Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ liegt ein besonderer Fokus der deutschen Entwicklungspolitik auf der Ernährung von Kindern. Denn sie leiden besonders unter den Folgen von Hunger und Mangelernährung - oft mit lebenslangen Beeinträchtigungen.

Schulernährungsprogramme haben dabei nachweislich große Wirkung:

  • Kinder erhalten in der Schule ein vollwertiges Essen, oft das einzige am Tag. Das verbessert ihre Lernfähigkeit und Zukunftschancen.

  • Schulessen ist für Eltern ein wichtiger Anreiz, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Davon profitieren besonders Mädchen, die in vielen Teilen der Welt seltener zur Schule gehen als Jungen.

  • Durch die Zubereitung von Schulessen aus lokalen landwirtschaftlichen Produkten entstehen Arbeitsplätze und lokale Wertschöpfung.

Weitere Informationen:

BMZ-Engagement im Bereich Schulernährung: Gesunde Ernährung für alle Kinder: Schulernährungsprogramme weltweit | BMZ (Externer Link)