Pressemitteilung Launch der Entwicklungspolitischen Nord-Süd Kommission der Bundesregierung auf der Hamburg Sustainability Conference (HSC): Ko-Vorsitzende Laura Chinchilla und Olaf Scholz stellen ihre Agenda vor

30. Juni 2026 | Im Rahmen der HSC hat Bundesministerin Reem Alabali Radovan gemeinsam mit den beiden Ko-Vorsitzenden, Laura Chinchilla und Olaf Scholz, die Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission gestartet. Vor einem internationalen Konferenz-Publikum aus über 110 Ländern präsentierten die beiden Ko-Vorsitzenden die Ziele und den Arbeitsauftrag der Kommission.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Die globale Ordnung verschiebt sich. Wenn Deutschland auch in Zukunft global mitgestalten will, brauchen wir stabile Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens. Ziel der neuen Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission ist es, partnerschaftliche Beziehungen mit den Ländern des Globalen Südens weiter zu intensivieren und ein globales Netzwerk zu stärken, sowie konkrete Vorschläge für die Politik zu erarbeiten. Es ist ein wichtiges Signal und eine große Freude, dass sich mit Laura Chinchilla und Olaf Scholz zwei weltweit hoch geschätzte und multilateral erfahrene Co-Vorsitzende für diese Aufgabe einsetzen werden.“

Olaf Scholz, Co-Chair der ENSK und Bundeskanzler a. D.: „Die Welt hat sich grundlegend verändert. In Afrika, Asien und Lateinamerika wachsen Bevölkerungen und Volkswirtschaften und damit auch der berechtigte Anspruch, die Zukunft unserer Welt aktiv mitzugestalten. Diesem Anspruch sollten wir mit konkreten Angeboten für starke Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens begegnen: Wachstum und Wohlstand fördern, Armut überwinden, natürliche Lebensgrundlagen sichern, Sicherheit und Multilateralismus stärken. Die Dringlichkeit, bestehende Kooperationsformate auszubauen und neue aufzubauen, ist hoch. Darüber gemeinsam zu beraten, ist Aufgabe der unabhängigen Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission.“

Laura Chinchilla, Co-Chair der ENSK und ehemalige Präsidentin Costa Ricas: „Die Welt erlebt derzeit eine Phase geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit, klimatischer Umbrüche, technologischen Wandels und wachsender Ungleichheit. Gleichzeitig erleben wir eine zunehmende Fragmentierung der internationalen Ordnung und eine Schwächung des Geistes multilateraler Zusammenarbeit, der jahrzehntelangen Fortschritt getragen hat. Vor diesem Hintergrund wird die Suche nach neuen Formen der Partnerschaft, des Dialogs und des gemeinsamen Handelns nicht nur wünschenswert, sondern unverzichtbar. Die Schaffung einer hochrangigen Plattform zur Erneuerung der Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden ist sowohl notwendig als auch zukunftsweisend.“

Die Kommission der Bundesregierung wird unabhängig arbeiten und mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen aus dem Globalen Norden und Globalen Süden besetzt. Sie wird rund 20 Mitglieder umfassen. Am Rande der HSC vereinbarten die beiden Ko-Vorsitzenden die nächsten Schritte zur Auswahl und Einladung der Kommissar*innen, die im Herbst öffentlich vorgestellt werden sollen.

Ergänzt wird die ENSK durch einen strategischen Begleitkreis. Ihm werden Vertreter*innen aus Parlament, anderen Bundesressorts, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Politischen Stiftungen, Zivilgesellschaft, Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Jugend angehören.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmz.de/ensk (Externer Link)