Pressemitteilung Agile Lösungen gegen Hunger: Deutschland wird Teil des „Globalen Netzwerkes gegen Ernährungskrisen“
Deutschland tritt dem Globalen Netzwerk gegen Hungerkrisen bei, um Ernährungskrisen weltweit besser vorzubeugen, vorbereitet zu sein und gezielt Hilfe zu leisten – gemeinsam mit UN-Organisationen und internationalen Partnern.
Entwicklungsstaatssekretär Niels Annen: „In Zeiten zunehmender Fragmentierung und sinkender finanzieller Mittel müssen wir klug gegensteuern. Um neue Krisen und teure Gegenmaßnahmen zu vermeiden, ist ein gut koordiniertes Vorgehen möglichst vieler Partner zentral. Multilaterale Initiativen wie das Globale Netzwerk gegen Hungerkrisen schaffen die Grundlage für diese globale Zusammenarbeit. Deutschland schließt sich deshalb dem Netzwerk an und wird seine Arbeit engagiert vorantreiben.“
Ziel des Globalen Netzwerks gegen Hungerkrisen („Global Network against Food Crises“, GNAFC) ist es, Ernährungskrisen bestmöglich zu verhindern, sich auf sie vorzubereiten und sie effektiv zu bewältigen. So sollen Ressourcen möglichst effizient eingesetzt werden um dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Der Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium (BMZ) Niels Annen kündigt im Rahmen seiner Teilnahme an der Jahrestagung des UN-Welternährungsprogramms in Rom den Beitritt Deutschlands zum GNAFC an.
Um Ernährungskrisen besser verstehen und strategisch richtige Entscheidungen treffen zu können, sind evidenzbasiertes Wissen und fundierte Analysen entscheidend. Das Netzwerk trägt mit Publikationen wie dem jährlichen „Global Report on Food Crises“ wesentlich dazu bei: Die Analysen des Reports fließen in hochrangige Diskussionsforen und Entscheidungsgremien ein, darunter auch in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Netzwerks liegt auf der Steuerung sogenannter „National Preparedness Plans“. Diese Pläne, die unter der Globalen Allianz für Ernährungssicherheit und unter der Führung des BMZ entwickelt wurden, sollen drohende Ernährungskrisen frühzeitig erkennen, kommunizieren und so verhindern oder zumindest abmildern.
Zu den Mitgliedern des GNAFC gehören führende Organisationen der Vereinten Nationen wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), das Welternährungsprogramm (WFP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Auch internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank sowie wichtige Partner Deutschlands, darunter die Europäische Kommission, sind Teil des Netzwerks.