Pressemitteilung Unterstützung für Nepal durch internationalen Fonds zum Umgang mit Verlusten und Schäden

23. Oktober 2026 | Fast zwei Monate nach der verheerenden Sturzflut leiden die Menschen in Nepal weiterhin unter deren Folgen. Die Zerstörung der Infrastruktur ist massiv. Gestern wurde deshalb weiterer Unterstützung der Weg bereitet. In einer Sondersitzung hat der internationale Fonds zum Umgang mit Verlusten und Schäden der nepalesischen Regierung genehmigt, einen außerplanmäßigen Antrag für eine Unterstützung von bis zu 20 Millionen Dollar zu stellen.

Blick auf Kathmandu, die Hauptstadt von Nepal, während des Monsuns

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Die Klimakrise trifft besonders diejenigen, die am wenigsten zu ihr beigetragen haben. Sie dürfen mit den Folgen nicht alleine bleiben. Katastrophen wie die Sturzflut in Nepal können von einem Moment auf den anderen Dörfer, Felder und Straßen zerstören – und damit auch die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Deshalb müssen wir Vorsorge treffen und im Katastrophenfall schnell handlungsfähig sein. Das Entwicklungsministerium hat sich für einen internationalen Fonds eingesetzt, der genau diese Vorsorge zum Ziel hat und betroffene Länder dabei unterstützt, die Folgen solcher Katastrophen zu bewältigen und langfristig Lebensgrundlagen zu sichern.“

Der Fonds wurde auf der Weltklimakonferenz 2022 unter maßgeblicher Beteiligung des deutschen Entwicklungsministeriums auf den Weg gebracht. 26 Länder beteiligen sich bisher an seiner Finanzierung. Er soll besonders gefährdete Länder des Globalen Südens (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) dabei unterstützen, sich auf den Umgang mit den Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Dazu können beispielsweise Konzepte gehören, damit Bauern sich gegen Dürreschäden versichern und Frühwarnsysteme bei Hochwasser oder Tsunami eingeführt werden können. Einwohnerregister sorgen dafür, dass im Katastrophenfall alle Menschen erreicht werden können. Sowohl Extremwetterereignisse als auch schleichende Veränderungen in Folge des Klimawandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), wie der ansteigende Meeresspiegel, sollen berücksichtigt werden.

Der Fonds befindet sich noch in der Pilotphase. Länder des Globalen Südens konnten bis zu einer festgesetzten Frist Anträge auf Unterstützung von Maßnahmen stellen. Diese werden derzeit geprüft. Nepal hatte kurz nach der Sturzflut außerplanmäßig um Unterstützung gebeten, um kurzfristig Hilfe zu erhalten. Nun hat der Fonds die nachträgliche Antragsstellung für Nepal ermöglicht und für den Fall der Bewilligung Gelder eingeplant.