Pressemitteilung Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission eingesetzt

24. Juni 2026 | Die Bundesregierung hat heute den von Bundesministerin Reem Alabali Radovan vorgelegten Beschluss zur Einsetzung der Entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission (ENSK) gefasst. Ziel der ENSK ist es, Empfehlungen für eine neue entwicklungspolitische Kooperation zwischen globalem Norden und globalem Süden in einer multipolaren Welt zu erarbeiten. Dazu zählen Vorschläge für neue Partnerschaftsmodelle, Beiträge zur Post-2030-Agenda und Impulse für die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik. Laura Chinchilla, ehemalige Präsidentin Costa Ricas, und Olaf Scholz, Bundeskanzler a.D., werden gemeinsam den Vorsitz der Kommission übernehmen.

Flaggen vieler Länder und der Vereinten Nationen wehen im Wind.

Die entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission – ein Netzwerk für globale Herausforderungen Interner Link

Mit der entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission stärkt die Bundesregierung internationale Partnerschaften und entwickelt Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Die globale Ordnung verschiebt sich – hin zu mehr multipolaren Machtzentren. Wenn Deutschland auch in Zukunft global mitgestalten will, brauchen wir stabile Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens. Diese Partnerschaften aufzubauen und zu festigen ist eine große Stärke der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel der neuen entwicklungspolitischen Nord-Süd-Kommission ist es, unsere partnerschaftlichen Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens weiter zu intensivieren und ein globales Netzwerk auszubauen und zu stärken. Es ist ein wichtiges Signal und eine große Freude, dass sich mit Laura Chinchilla und Olaf Scholz zwei weltweit hoch geschätzte und multilateral erfahrene Co-Vorsitzende für diese Aufgabe einsetzen werden.“

Die Kommission wird unabhängig arbeiten und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen aus dem Globalen Süden und Globalen Norden besetzt werden. Die Kommission wird aus rund 20 Mitgliedern bestehen.

Das BMZ wird sich bei der Begleitung der Kommission mit dem Auswärtigen Amt abstimmen. Im nächsten Schritt werden die Kommissionsmitglieder von den Co-Vorsitzenden benannt.

Die ENSK wird zudem einen strategischen Begleitkreis erhalten, der Vertreterinnen und Vertreter aus Parlament, anderen Bundesressorts, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Politischen Stiftungen, Zivilgesellschaft, Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der Jugend zusammenbringen wird.

Der Start der Kommission mit den beiden Vorsitzenden Laura Chinchilla und Olaf Scholz erfolgt am 30. Juni im Rahmen der Hamburg Sustainability Conference (HSC) in Hamburg.

Der Abschluss der Kommission ist zum Ende der 21. Legislaturperiode geplant.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmz.de/ensk (Externer Link)