Die von Willy Brandt geleitete und weltweit bis heute anerkannte Nord-Süd-Kommission nahm 1977 ihre Arbeit auf. Ziel der Kommission war es, die zunehmenden wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten zwischen den Ländern des Globalen Nordens und Südens zu analysieren und neue Impulse für die internationale Zusammenarbeit zu geben.
Die Kommission erarbeitete zwei wegweisende Berichte. 1980 erschien „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer“. 1983 folgte „Hilfe in der Weltkrise. Ein Programm für internationale Zusammenarbeit“.
Die Arbeit der Brandt-Kommission prägt die internationale Entwicklungspolitik bis heute. An dieses Erbe knüpft die neue Nord-Süd-Kommission bewusst an, auch wenn sich die globalen Rahmenbedingungen inzwischen grundlegend verändert haben.