Arbeiten beim BMZ Wie werden die Auswahlverfahren durchgeführt?

Vorauswahl

Die Personalverwaltung des BMZ trifft unter den Bewerbungen auf Grundlage der eingegangenen schriftlichen Unterlagen eine Voraus­wahl für die Zulassung zum Auswahl­verfahren. Die Kriterien für die Voraus­wahl ergeben sich aus dem Anforder­ungs­profil der jeweiligen Stellen­ausschreibung.

Weitere Kriterien bei der Voraus­wahl sind insbesondere: 

•    Berufsausbildung/Studienabschluss und Qualität der Abschlüsse/Examina
•    Einschlägige Berufs­erfahrung
•    Zeugnisse und Beurteilungen
•    Sprachkenntnisse (je nach Anforderungen der Laufbahn­gruppen)

Zum Auswahl­verfahren werden in der Regel so viele Bewerber­innen und Bewerber eingeladen, dass eine qualifizierte Auswahl sichergestellt ist. Dabei werden die Ziele des jeweils geltenden Gleich­stellungs­plans des BMZ sowie die Vorgaben des Bundes­gleich­stellungs­gesetzes und die Belange der schwer­behinderten Bewerber­innen und Bewerber berücksichtigt.

Eignungstest

Die Prüfungsteile variieren je nach Anforderungsprofil der Stellen­ausschreibung. Die Personalgewinnung wird Sie zu Beginn des Auswahl­prozesses informieren, ob ein Eignungs­test durchgeführt wird. 

Im Rahmen der allgemeinen Aus­schreibungen des höheren, gehobenen und mittleren Dienstes führen wir in der Regel zunächst mit Ihnen einen schriftlichen Eignungs­test durch, mit dem wir Ihr kognitives Leistungs­vermögen überprüfen. Der Test findet entweder online oder in Präsenz an einem unserer beiden Dienst­sitze statt.

Der Test wird von einem Personal­dienst­leister, der das BMZ bei Auswahl­verfahren berät, durchgeführt. Er besteht zum Beispiel aus Aufgaben aus dem Bereich des logischen Denkens, Konzentrations­aufgaben, Mathematik und Sprach­verständnis sowie Tests zur Merk­fähigkeit. Die Testinhalte werden regelmäßig aktualisiert und an das Anforderungs­profil der Stellen­ausschrei­bung angepasst.

Diejenigen Bewerber­innen und Bewerber, die alle Abschnitte bestehen und aufgrund der standardisierten wissen­schaftlich fundiert ermittelten Rang­folge der erzielten Ergebnisse in die engere Wahl kommen, werden zum Auswahl­verfahren eingeladen.

Schriftlicher Teil des Auswahlverfahrens

Die Prüfungsteile des schriftlichen Auswahl­verfahrens variieren je nach Anforderungs­profil der Stellen­ausschrei­bung. Im schriftlichen Teil des Auswahl­verfahrens bitten wir die Bewerber­innen und Bewerber, innerhalb eines vorgegebenen Zeit­rahmens eine fachliche Frage­stellung schriftlich aus­zuarbeiten. 

Außerdem prüft der Sprachen­dienst des BMZ Ihre Fremd­sprachen­kenntnisse. Die Sprach­prüfungen können Über­setzungen oder Multiple-Choice-Tests beinhalten. 

Sowohl die schriftliche Arbeit als auch die Sprach­prüfungen werden anonymisiert und von jeweils zwei unabhängigen Prüfern beziehungsweise Prüfer­innen geprüft und benotet.

Die schriftlichen Prüfungs­teile werden mit insgesamt 30 Prozent Gewichtung gewertet.

Mündlicher Teil des Auswahlverfahrens

Die Prüfungs­teile des mündlichen Aus­wahl­verfahrens können je nach Anforderungs­profil der Stellen­ausschreibung variieren. Das mündliche Auswahl­verfahren besteht immer aus einem Vorstellungs­gespräch mit der Auswahl­kommission und im gehobenen und höheren Dienst zusätzlich aus einem Kurz­vortrag und einer Verhaltens­simulation. 

Im Vorstellungs­gespräch verschafft sich die Auswahl­kommission einen Eindruck von der Persön­lichkeit, der Motivation und den Fähigkeiten der Bewerber­innen und Bewerber. Auch Fragen zum politischen Verständnis werden regelmäßig gestellt.

Im Kurzvortrag werden die Bewerber­innen und Bewerber gebeten, eine Fall­analyse zu einer aktuellen Frage­stellung zu bearbeiten und ihre Antwort vor der Auswahl­kommission in möglichst freier Rede zu präsentieren. In der Verhaltens­simulation mit einer ausgebildeten Schauspielerin oder einem Schauspieler versetzen wir die Bewerber­innen und Bewerber in eine fiktive Situation aus dem Arbeitsalltag des BMZ. Hier gilt es, eine schwierige Gesprächs­situation zu meistern.

Der Sprachen­test besteht in der Regel aus einem Interview in der englischen Sprache mit dem Sprachen­dienst des BMZ.

Im mündlichen Auswahl­verfahren werden die einzelnen Kompetenzen von den Mit­gliedern der Auswahl­kommission unabhängig voneinander bewertet und fließen als Mittelwert mit insgesamt 70 Prozent Gewichtung in die Bewertung ein.

Wenn Sie aufgrund Ihrer Ergebnisse im Auswahl­verfahren für die Einstellung vorgesehen sind, erhalten Sie nach Abschluss des gesamten Verfahrens eine entsprechende Benach­richtigung.
 

Notenskala im schriftlichen und mündlichen Aus­wahl­ver­fahren

Die Leistungen werden mit den Noten 1 bis 5 bewertet, wobei 5 die schlechteste Note ist. 

Notenskala:

1 - Anforderungen sind hervorragend erfüllt
2 - Anforderungen sind gut erfüllt
3 - Anforderungen sind bedingt erfüllt
4 - Anforderungen sind weitgehend nicht erfüllt
5 - Anforderungen sind nicht erfüllt

Eine Einstellung einer Bewerberin oder eines Bewerbers kann grundsätzlich erfolgen, wenn nach Absolvierung aller Prüfungs­teile mindestens eine Gesamtnote von 2,5 erreicht wurde.

Bewerberinnen und Bewerber, die in einzelnen Teilen des Aus­wahl­verfahrens oder in einzelnen Sprach­prüfungen mit der Note 4 oder schlechter abgeschnitten haben, haben das Auswahl­verfahren nicht bestanden. 

Informationen für schwer­behinderte Bewer­ber­innen und Bewer­ber

Zusätzlich zu den allgemeinen Hinweisen zur Aus­gestal­tung und zum Ablauf der Personal­auswahl­verfahren gelten für Bewerberinnen und Bewerber mit Schwer­behinderung folgende Regelungen: 

Das BMZ berücksichtigt die besondere Situation schwer­behinderter Bewerberi­nnen und Bewerber. Von ihnen wird bei der Einstellung nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt. Uneingeschränkte gesundheitliche Einsetz­barkeit an allen Dienstorten wird von ihnen nicht gefordert. 

Hinsichtlich der sonstigen Eignung, insbesondere der beruflichen Kenntnisse und Fähig­keiten, gilt uneingeschränkt das Leistungs­prinzip im Wettbewerb mit anderen Bewerber­innen und Bewerbern ohne Schwer­behinderung. Schwerbe­hinderte Menschen, die sich beworben haben und die Kriterien des Anforderungs­­profils in der Stellen­ausschreibung erfüllen, werden zum psycho­logischen Eignungs­test und zum schriftlichen Teil des Auswahl­verfahrens eingeladen.

Von einer Einladung zum mündlichen Teil des Auswahl­verfahrens wird nur abgesehen, wenn der Bewerberin beziehungsweise dem Bewerber die fachliche Eignung offensichtlich fehlt (§ 165 S.3 SGB IX). 

Eine offensichtliche Nicht­eignung gemäß § 165 SGB IX liegt dann vor, wenn Bewerber­innen und Bewerber in einzelnen Teilen des schriftlichen Aus­wahlver­fahrens oder in einzelnen Sprachen mit der Note 4,0 oder schlechter abgeschnitten haben. 

Zur Klärung weiterer Einzel­fragen stehen die Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter des BMZ telefonisch oder per E-Mail gerne zur Verfügung.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Initiativ­bewerbungen in unserem Hause nicht berücksichtigt werden können.  

Als Ansprech­partnerinnen im Personal­referat stehen für Rück­fragen gerne zur Verfügung:

Margit Ayadi
Telefon: 02 28 / 99 535-3042

Markus Schmidt
Telefon: 030 / 18  535-2783.

Simone Rex
Telefon: 02 28 / 99 535-3493

E-Mail: personalgewinnung@bmz.bund.de (Externer Link)