Fahrzeugindustrie in Puebla, Mexiko

Wirtschaftliche Situation Starke Abhängigkeit von den USA

Mexikos Wirtschaft ist stark vom Außenhandel abhängig, vor allem vom Export von Industrieerzeugnissen wie Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen, Maschinen und elektrischen Geräten. Rund 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten.  2018 wuchs die mexikanische Wirtschaft um zwei Prozent. Für die Jahre 2019 und 2020 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) deutlich niedrigere Werte.

Die mexikanische Regierung strebt eine Diversifizierung der Wirtschaft und eine Ausweitung ihrer Handelspartnerschaften an. Sie hat in den vergangenen Jahren ein weltweites Netz von Freihandels- und Globalabkommen aufgebaut, unter anderem mit der EU und Japan. Im November 2018 unterzeichnete sie ein neues Handelsabkommen mit den USA und Kanada (United States – Mexico – Canada Agreement, USMCA). Es soll das 1994 geschlossene Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA), das von US-Präsident Donald Trump aufgekündigt worden war, ersetzen.

Mexiko engagiert sich in internationalen Foren und Organisationen wie der G20 und der OECD sowie in regionalen Zusammenschlüssen wie der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Pazifik-Allianz und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños, CELAC).

Fast zwölf Millionen gebürtige Mexikanerinnen und Mexikaner leben in den Vereinigten Staaten – etwa die Hälfte von ihnen ohne gültige Aufenthaltspapiere. Im Jahr 2018 überwiesen mexikanische Migrantinnen und Migranten mehr als 35 Milliarden US-Dollar in ihr Heimatland.