+++ BMZ-Ticker +++ Minister Müller begrüßt Zusage für COVAX: Dürfen Entwicklungsländer im Kampf gegen Corona nicht allein lassen

Impfung von Kleinkindern im Gesundheitszentrums Kibati Goma, in der Demokratischen Republik Kongo

Impfung von Kleinkindern im Gesundheitszentrums Kibati Goma, in der Demokratischen Republik Kongo

Impfung von Kleinkindern im Gesundheitszentrums Kibati Goma, in der Demokratischen Republik Kongo

30.09.2020 | Berlin/New York: Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt heute bei den Vereinten Nationen eine weitere Unterstützung der Impfstoffplattform COVAX zu. COVAX arbeitet unter Führung der Impfallianz Gavi, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Forschungsallianz CEPI daran, dass Impfstoffe für alle Länder zugänglich und bezahlbar sind.

Entwicklungsminister Gerd Müller: "Weltweit breitet sich das Corona-Virus dramatisch aus. Uns muss klar sein: Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht. Deswegen unterstützt Deutschland die Impfstoffplattform COVAX. Ich bin dankbar für die Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, weitere 100 Millionen Euro für den späteren Kauf von Impfdosen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die deutsche Entwicklungspolitik wird so die Impfstoffversorgung in 92 Entwicklungsländern unterstützen. Der Zugang zu COVID-19-Impfstoffen darf keine Frage von arm oder reich sein.

Deutschland wird COVAX auch 2021 weiter unterstützen. Jetzt müssen aber auch andere Geber ihren Beitrag leisten. Daher freue ich mich, dass Weltbank-Präsident Malpass bis zu 12 Milliarden Dollar für Entwicklungsländer zum Kauf von Impfdosen bereitstellen wird. Als viertgrößter Anteilseigner der Weltbank unterstützt Deutschland dieses starke Signal für den globalen Kampf gegen COVID-19."

Das Bundesentwicklungsministerium setzt aktuell ein weltweites Corona-Sofortprogramm mit drei Milliarden Euro um, mit folgenden Schwerpunkten: die Unterstützung von Flucht- und Krisenregionen, etwa durch den Bau sanitärer Anlagen und durch COVID-19-Testkits; die Stärkung der Gesundheitssysteme, etwa durch den Bau von Behelfskrankenhäusern; die Abmilderung der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, etwa durch die Unterstützung Hunderttausender Textilarbeiterinnen in Afrika und Südostasien. Zudem werden 300 Millionen Kinder gegen gefährliche Krankheiten geimpft.

Deutschland ist weltweit der drittgrößter Geber im Gesundheitsbereich.