Pressemitteilung Wiederaufbau der Ukraine: Deutschland setzt auf bessere Abstimmung und Reformen

25. März 2026 | Entwicklungsstaatssekretär Niels Annen nahm am 25. März in Kyjiw als Vertreter der Bundesregierung an einem Treffen zur Koordinierung der internationalen Unterstützung für den Wiederaufbau der Ukraine teil. Die Konferenz der internationalen Plattform zur Koordinierung der Ukraine-Hilfe wurde von der ukrainischen Premierministerin Julia Swyrydenko eröffnet. Neben mehreren ukrainischen Kabinettsmitgliedern und hochrangigen Vertretern von Geberstaaten nahmen auch internationale Finanzinstitutionen, ukrainische und internationale Unternehmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen an dem Treffen teil.

Foto von einem zerstörten Haus.

Zerstörtes Wohnviertel im Kyjiwer Oblast Petropawliwska Borschtschahiwka.

Zerstörtes Wohnviertel im Kyjiwer Oblast Petropawliwska Borschtschahiwka.

Entwicklungsstaatssekretär Niels Annen: „Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern stehen wir weiterhin fest an der Seite der Menschen in der Ukraine. Der Krieg im Iran darf nicht dazu führen, dass wir unsere europäischen Nachbarn aus dem Blick verlieren. Wir müssen unsere Hilfsleistungen gut koordinieren, um öffentliche Mittel effizient zu nutzen, und auch den Privatsektor für den Wiederaufbau mobilisieren. Unsere Unterstützung richtet sich sowohl auf die unmittelbaren Kriegsfolgen, als auch auf den reformorientierten Wiederaufbau und den Weg der Ukraine in die EU. Die sichere Zukunft der Ukraine als freies, unabhängiges Land mit einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt ist auch im Interesse der EU und Deutschlands. Dafür sind auch weitere Fortschritte bei Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung notwendig.“

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die angespannte Haushaltslage der Ukraine, der Stand der Reformen sowie die Prioritäten für den Wiederaufbau. Darüber hinaus ging es um weitere internationale Unterstützung und eine stärkere Einbindung des Privatsektors. Deutschland setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern insbesondere auch dafür ein, nicht nur die Schäden an Infrastruktur, sondern auch die sozialen Auswirkungen des Krieges in den Blick zu nehmen.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges hat das BMZ rund 2,2 Milliarden Euro für die Menschen aus der Ukraine bereitgestellt. Diese Mittel umfassen Unterstützungsmaßnahmen zur Linderung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung in der Ukraine, zum Wiederaufbau von Infrastruktur, Wirtschaftsförderung und zur Begleitung des EU-Beitrittsprozesses.