Statement Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zum UNHCR Weltflüchtlingsbericht
„118 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Hinter dieser dramatischen Zahl stehen 118 Millionen Schicksale: Menschen, die ihre Heimat verlieren, weil sie in Schutt und Asche liegt. Familien, die lebenslang auseinandergerissen werden. Kinder, die ihre Kindheit verlieren und ohne Perspektive aufwachsen.
Für mich ist klar: es reicht nicht aus, nur auf die Folgen von Flucht zu reagieren. Wir müssen gemeinsam bei den Ursachen ansetzen. Mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit helfen wir beispielsweise, dass geflüchtete Kinder zur Schule gehen können, Menschen medizinisch versorgt werden oder Arbeit finden. Denn dort, wo Menschen Perspektiven auf eine Zukunft bekommen, muss niemand fliehen.
Das ist gelebte Solidarität - und es ist eine Frage strategischer Vernunft: Wer Fluchtbewegungen nachhaltig verringern will, muss in Stabilität, Entwicklung und Partnerschaften investieren. Eine gerechtere und sicherere Welt entsteht nicht an unseren Grenzen, sondern durch gemeinsame Verantwortung weit darüber hinaus.“