Statement Entwicklungsministerin Alabali Radovan zum Welthunger-Index der Deutschen Welthungerhilfe e.V.
„Die aktuellen Hungerzahlen sind ein klares Alarmsignal: Nach vielen Jahren des Rückgangs steigt der Hunger weltweit wieder. Im Sudan herrscht die größte Hungerkrise der Welt und auch im Jemen hungert die Hälfte der Bevölkerung. Im Gazastreifen sind weiterhin tausende Kinder von Mangelernährung bedroht. Das zeigt, dass Hunger häufig eine Folge von Kriegen und Konflikten ist. Das zeigt aber auch, dass Hunger ein lösbares Problem ist. Der Kampf gegen Hunger und Armut ist für mich der Kernauftrag meiner Arbeit – aus Mitmenschlichkeit, aber auch als Voraussetzung für globale Stabilität und nachhaltige Entwicklung.
Ernährungsunsicherheit und Wassermangel hängen direkt zusammen. Beim Kampf gegen den Hunger müssen wir deshalb Wasser als zentrale Ressource des 21. Jahrhunderts stärker in den Blick nehmen. Ich habe deshalb im Zuge der Reform der deutschen Entwicklungspolitik Wasser zu einer strategischen Priorität unseres Engagements gemacht. Bei der Weltbank-Jahrestagung in Bangkok, zu der ich jetzt aufbreche, werde ich deshalb gemeinsam mit der Weltbank, Entwicklungsbanken und Partnern aus dem Globalen Süden beraten, wie nachhaltige Wasserinfrastruktur aussehen kann – und welche guten Ansätze ausgebaut werden müssen.“