Hamburg Sustainability Conference Neue Konferenz soll Globalen Norden und Globalen Süden für gemeinsame Lösungen zusammenbringen

15. Januar 2024 | Die erste Hamburg Sustainability Conference findet am 7. und 8. Oktober 2024 statt. Auf diesen Termin haben sich die Initiatoren der Konferenz verständigt. Ursprünglich war ein Termin im Juni geplant. Dieser hat sich allerdings mit Blick auf die Personalsituation bei Landes- und Bundespolizei während der Fußball-Europameisterschaft als nicht umsetzbar erwiesen.

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Freien und Hansestadt Hamburg vom 15. September 2023 | Auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in enger Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Michael Otto Stiftung und der Freien und Hansestadt Hamburg findet am 20. und 21. Juni 2024 die Hamburg Sustainability Conference (HSC) statt. Die Konferenz soll Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden, aber auch führende Köpfe aus Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen an einen Tisch bringen, um gemeinsam Lösungen für die notwendige sozial-ökologische Transformation zu entwickeln. Die Bundesregierung will den kommende Woche anstehenden UN-Gipfel zur Halbzeitbilanz auf dem Weg zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) nutzen, um Partner zur HSC einzuladen und mögliche Inhalte auszuloten. Der Halbzeitgipfel soll neuen Schwung in die UN-Nachhaltigkeitsagenda bringen, auf dem die HSC aufbauen kann.

Entwicklungsministerin Svenja Schulze: „Die Welt braucht neuen Schwung auf dem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen. Und dafür brauchen wir auch neue Räume, in denen wir gemeinsam konkrete Lösungen für die sozial-ökologische Transformation entwickeln können. Wir wollen vertrauensvoll, partnerschaftlich und kreativ miteinander reden – und dem Reden dann auch das notwendige Handeln folgen lassen. In der neuen multipolaren Weltordnung sind wir gut beraten, in diesen respektvollen Austausch zwischen Globalem Norden und Süden zu investieren. Und wir sollten das Potenzial der Wirtschaft mit guten Rahmenbedingungen und Leitplanken stärker für nachhaltige Entwicklung weltweit nutzen.“

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit der internationalen Sustainability Conference leistet Hamburg einen wichtigen Beitrag zu einer global nachhaltigeren Entwicklung. Als Stadt mit einer ambitionierten SDG-Strategie, dem größten Seehafen Deutschlands und rund 100 Konsulaten haben wir beste Verbindungen zu allen Kontinenten. Wir freuen uns auf die Gäste, einen interessanten Austausch über erfolgreiche Konzepte und neue Ideen zur Umsetzung der SDGs der Vereinten Nationen.“

Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP: „Wenn die Staats- und Regierungschefs der Welt nächste Woche in New York zur 78. Generalversammlung der Vereinten Nationen zusammenkommen, steht die Welt vor vielen Herausforderungen. Aber sie steht auch vor Möglichkeiten und Entscheidungen. Der Halbzeitgipfel zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung wird eine der Chancen sein, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Der Gipfel birgt das Potenzial, ein historisches, neues Kapitel globaler Zusammenarbeit und beschleunigten Handelns aufzuschlagen. Dialog, Zusammenarbeit und Kompromisse sind wesentliche Elemente, ebenso wie ein starkes Engagement aller Mitgliedstaaten. Die Führungsrolle Deutschlands bei den SDGs und den Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft spiegelt sich in Deutschlands neuer Strategie für eine multilaterale Entwicklungspolitik wider. Sie ist auch eine Bestätigung der engen dynamischen Partnerschaft zwischen UNDP und Deutschland.“

Wie lässt sich Wertschöpfung global gerechter verteilen? Wie kann man das enorme Potenzial der Privatwirtschaft und zivilgesellschaftlicher Akteure besser nutzen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung doch noch zu erreichen? Welche Leitplanken kann die Politik setzen, damit die Nachhaltigkeitspioniere von heute die Standards von morgen setzen?

Die Hamburg Sustainability Conference wird diesen Fragen nachgehen und stellt damit ein Bindeglied zwischen politischen Gipfeltreffen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft her.

Stifter und Unternehmer Michael Otto: „In der globalen Gesellschaft steckt viel mehr Lösungskompetenz, als für das Erreichen der SDGs bis jetzt aktiviert werden konnte. Kooperatives, partnerschaftliches Handeln ist unter den komplexen internationalen Bedingungen eine hohe Kunst, aber auch eine Notwendigkeit. Für die anspruchsvolle Umsetzung wollen wir mit der HSC gute Voraussetzungen erarbeiten.“

Die Konferenz soll Räume bieten sowohl für politische Fragen etwa zur Governance internationaler Organisationen als auch für unternehmerische Ansätze für nachhaltige Entwicklung. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem UN-System sowie Organisationen der internationalen Finanzarchitektur stellen die Entwicklung, Verbreitung und Platzierung nachhaltiger Lösungsansätze sicher. Ziel ist es, gemeinsame Fahrpläne zu entwickeln, wie die Themen der Konferenz im gemeinsamen Schulterschluss konkret vorangebracht werden. So sollen gemeinsame Lösungsansätze der HSC auch in den Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen im September 2024 einfließen.

Die genauen Inhalte der Konferenz sollen gemeinsam mit Partnern aus dem Globalen Süden festgelegt werden. Das spiegelt den Anspruch der Konferenz wider, einen partnerschaftlichen Austausch zwischen Globalem Norden und Globalem Süden zu den strukturellen Fragen unserer Zeit zu organisieren. Ein international besetztes Beratungsgremium unterstützt die Programmplanung und stößt ebenfalls Themen an.

Durch Veranstaltungen im Stadtzentrum wird die Hamburg Sustainability Conference zudem die Hamburger Stadtgesellschaft in die Diskussionen der Konferenz einbinden.

Weitere Informationen: https://www.sustainability-conference.org (Externer Link)