Pressemitteilung Entwicklungsministerin Alabali Radovan und Kronprinz von Jordanien stärken Zusammenarbeit in beruflicher Bildung
Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan: „Jordanien ist ein Stabilitätsanker in der Region - nicht zuletzt auch bei der Versorgung von Geflüchteten aus den von Krisen erschütterten Nachbarländern – dafür gelten unser Respekt, unser Dank und unsere Solidarität. Zugleich dürfen wir die Perspektiven der jungen Generation nicht aus dem Blick verlieren. Gemeinsam mit Kronprinz Hussein investieren wir in moderne berufliche Bildung, Unternehmertum und faire, partnerschaftliche Fachkräftemobilität. Gut ausgebildete jordanische Fachkräfte werden in ihrem Land gebraucht – und sind zugleich für deutsche Unternehmen hoch interessant. Davon profitieren beide Seiten.“
Das Entwicklungsministerium (BMZ) arbeitet seit Jahrzehnten eng mit Jordanien zusammen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Beruflichen Bildung. Herzstück ist ein gemeinsames Programm mit der Crown Prince Foundation und der Hussein Technical University zum Aufbau des „College of Advanced Technical and Vocational Training“ (CAVT). Dort werden moderne, arbeitsmarktorientierte Curricula entwickelt, Unternehmen frühzeitig eingebunden und gezielt Frauen angesprochen. Ziel ist ein Berufsbildungssystem, das jungen Menschen in Jordanien echte Jobchancen eröffnet – und zugleich die Basis für faire Fachkräftemobilität nach Deutschland legt, etwa in technischen Berufen und im Bereich Industrie 4.0.
Das ABB Ausbildungszentrum in Pankow steht exemplarisch für eine praxisnahe Ausbildung für die Industrie von morgen. Hier werden Auszubildende aus über 150 Unternehmen in Berufen rund um Digitalisierung, Robotik und Automatisierung qualifiziert – Bereiche, in denen auch der jordanische Arbeitsmarkt wächst. Programme wie „Girlsatec“ zeigen, wie mehr junge Frauen für technische Berufe gewonnen werden können – ein zentrales Anliegen auch in Jordanien.