Tischflaggen von Deutschland (links) und Marokko

Zusammenarbeit mit Marokko Gemeinsame Er­klä­rung der deutschen Ministerin für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung Svenja Schulze und des ma­rok­ka­ni­schen Außen­ministers Nasser Bourita im An­schluss an ihre heutige Videokonferenz 

24. März 2022 |  Die Ministerin für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land, Svenja Schulze, und der Minister für aus­wärtige An­ge­legen­heiten, afrikanische Zu­sam­men­arbeit und marok­ka­nische Staats­an­ge­hörige im Aus­land des König­reichs Marokko, Nasser Bourita haben sich am 24. März 2022 erst­mals im Rahmen einer Video­kon­ferenz aus­ge­tauscht. Das Gespräch diente dem ge­mein­samen Inter­esse, die bi­la­te­rale ent­wick­lungs­politische Zu­sam­men­arbeit im Sinne einer um­fassenden Partner­schaft und im Geist des gegen­seitigen Respekts wieder zu vertiefen.

Deutschland und Marokko verbindet eine langjährige, vertrauens­volle und erfolg­reiche ent­wick­lungs­politische Zu­sam­men­arbeit in den Bereichen nach­haltige Wirt­schafts­ent­wicklung und Beschäftigung, Klima und erneuer­bare Energien und Wasser. Damit unter­stützt Deutsch­land den Reform­kurs Marokkos unter König Mohammed VI, der in den letzten zwei Jahr­zehnten deutliche politische, wirt­schaft­liche und soziale Fort­schritte erzielt hat.

Die beiden Minister lobten das große Potenzial der Beziehungen zwischen Marokko und Deutsch­land und be­kräftigten das ge­mein­same Interesse, diesen Beziehungen mit Blick auf die Heraus­forde­rungen und Er­forder­nisse einer Wieder­be­lebung nach der Corona-Pandemie zusätzliche Impulse zu verleihen.

Im Bereich der Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit geht es dabei unter anderem darum, die Impulse des neuen marokkanischen Ent­wick­lungs­modells (Nouveau Modèle de Devéloppement, NMD) auf­zu­greifen und zugleich die wirt­schaft­liche Er­holung nach der Corona-Pandemie zu fördern. In diesem Rahmen be­grüßten die beiden Minister, dass die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit an­strebt, noch stärker als bisher einen Über­gang hin zu erneuer­baren Energien in Marokko zu unter­stützen.

Beide Minister bekräftigten das gemeinsame Interesse an einer in­ten­si­vierten Zu­sam­men­arbeit in Zu­kunfts­be­reichen, wie der Ent­wick­lung einer grünen Wasser­stoff­wirt­schaft. Dafür wird die bi­laterale Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit alle Instrumente und Zu­gänge unter Ein­bindung aller Akteure nutzen.

Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit trägt so auch dazu bei, die Beziehungen zwischen der EU und Marokko zu stärken.

In den kommenden Wochen wird es darum gehen, gemeinsame Prioritäten und Um­setzungs­mög­lich­keiten für die Zu­sammen­arbeit in den nächsten Jahren zu ent­wickeln, um den Dialog und die Zu­sammen­arbeit zu vertiefen und gemeinsam dazu bei­zu­tragen, die künftigen regionalen und globalen Heraus­forde­rungen zu meistern.