Gemeinsame Pressemitteilung von BMZ, der Stadt Bonn und dem Center for International Forestry Research (CIFOR) Internationales Forschungszentrum für Forstwirtschaft eröffnet Europabüro in Bonn – Stärkung für Wissenschaftsstandort, Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit
Die Ansiedlung des CIFOR-Europasekretariats in Bonn ist ein Meilenstein der langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft. Gemeinsam mit dem Internationalen Forschungszentrum für Forstwirtschaft stellt Deutschland wissenschaftsbasierte Lösungen als Antwort auf große, globale Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt. Denn: Wälder schaffen Zukunft. Damit sie erhalten bleiben und zukunftsfest werden, braucht es Forschung und wissenschaftliche Vernetzung über Disziplinen, Ebenen und nationale Grenzen hinweg. Hierfür engagiert sich CIFOR.
Zur Eröffnung richtete die Bundestadt Bonn gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und CIFOR einen Empfang für hochrangige Gäste aus Politik, internationalen Organisationen, Forschung, Entwicklungszusammenarbeit und weiteren Partnerorganisationen im Alten Rathaus aus.
„Bonn ist nicht nur seit 30 Jahren die deutsche Stadt der Vereinten Nationen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit, sondern auch Heimat einer Vielzahl internationaler Organisationen, die vor allem in den Bereichen Umwelt, nachhaltige Entwicklung und globale Zusammenarbeit forschen und arbeiten“, betonte Guido Déus, Oberbürgermeister der Stadt Bonn. „Wir freuen uns sehr, CIFOR und die Landscape Alliance mit dem neuen Europabüro in dieser lebendigen, internationalen Gemeinschaft willkommen zu heißen. Mit globaler wissenschaftlicher Expertise und engen Verbindungen in alle Welt passt diese Einrichtung hervorragend zu unserer Stadt und ihrer Akteurslandschaft.“
„Mit der Ansiedlung des CIFOR-Europasekretariats in Bonn wächst das Gewicht der Bundesstadt als Standort für die internationale Zusammenarbeit weiter. Die stärkere Präsenz von UN-Organisationen in Deutschland ist ein sichtbares Zeichen für die gewachsene Rolle, die unser Land auf der Weltbühne spielt“, sagte Niels Annen, Staatssekretär des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Mit CIFOR als Partner arbeiten wir daran, Forschung in konkrete Lösungen für die miteinander verknüpften Herausforderungen von Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Landdegradation, Wasser- und Ernährungsunsicherheit zu übersetzen. Damit stärken wir Gemeinschaften dabei, nachhaltige Landnutzung und widerstandsfähige Ernährungssysteme aufzubauen. Das ist entscheidend, um Konflikten vorzubeugen und Lebensgrundlagen zu erhalten.“
„Mit der Entscheidung, unser Europabüro in Bonn zu eröffnen, haben wir uns für Synergien und Netzwerke auf engem Raum entschieden. Mit den Vereinten Nationen und dem Bonner Schwerkraftfeld für Nachhaltigkeit finden wir eine außergewöhnliche Konzentration internationaler Institutionen und Partner vor, die an genau den miteinander verknüpften Herausforderungen arbeiten, die auch unsere Arbeit weltweit antreiben“, sagt Robert Nasi, Generaldirektor von CIFOR.
„Die deutsche Bundesregierung ist seit langem ein verlässlicher Partner für uns in der internationalen Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zu Wäldern, Landschaften und Landwirtschaft. Die Präsenz von CIFOR in Deutschland, die mit dem Global Landscape Forum-(GLF) ihren Anfang nahm, baut auf dieser Beziehung auf und trägt zugleich zur Rolle der Stadt als bedeutendes internationales Zentrum für Nachhaltigkeit und Entwicklung bei“, freut sich auch Éliane Ubalijoro, CEO der Landscape Alliance.
CIFOR tritt gemeinem mit dem International Centre for Research in Agroforestry (ICRAF) unter dem operativen Namen „Landscape Alliance“ auf. Das CIFOR-Europasekretariat als Wirkungszentrum der Landscape Alliance in Bonn wird als Brücke zwischen deutscher und europäischer Wissenschaft, Politik und Entwicklungszusammenarbeit einerseits und den Forschungs- und Umsetzungsnetzwerken von CIFOR in Afrika, Asien und Lateinamerika andererseits fungieren. Es wird deutschen Partnern dabei helfen, internationale Forschungskooperationen aufzubauen, wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Lösungen zu übersetzen und deutschen Beiträge zu globalen Prozessen wie den Konventionen zu Klima (UNFCCC), Biodiversität (CBD), Landdegradation und Dürre (UNCCD) sowie die internationale Agenda für Ernährungssysteme und nachhaltige Entwicklung zu stärken. Sowohl UNFCCC als auch UNCCD haben ihre Sekretariate in Bonn und auch der Weltbiodiversitätsrat IPBES arbeitet im Bonner UN Campus. Diese und weitere Organisationen in und außerhalb der Vereinten Nationen machen Bonn zum führenden Knotenpunkt für Nachhaltigkeit, Klima und Entwicklungszusammenarbeit zu dem nun auch CIFOR gehört.
Über CIFOR und die Landscape Alliance
Landscape Alliance ist der operative Name des Center for International Forestry Research (CIFOR) und World Agroforestry (ICRAF). Durch Forschung, Partnerschaften und konkretes Handeln erschließen CIFOR und ICRAF gemeinsam das Potenzial von Wäldern, Bäumen und Agroforstlandschaften, um miteinander verknüpfte globale Herausforderungen anzugehen – darunter der Einsatz gegen den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt, für Ernährungssicherheit sowie für Erhalt und Schaffung nachhaltiger Lebensgrundlagen. Dabei verfolgen sie einen integrierten Landschaftsansatz, der Wälder, Landwirtschaft, Wasser, Biodiversität, Klima, Ernährungssysteme und Lebensgrundlagen als miteinander verbundene Systeme betrachtet. CIFOR und ICRAF sind rechtlich unabhängige internationale Organisationen und CGIAR-Forschungszentren