Pressemitteilung Kinder brauchen Schulen - auch in Kriegen und Krisen

14. Mai 2026 | Deutschland bekräftigt sein Engagement für Bildung in Krisen und Konflikten: Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan kündigt beim Global Citizen Festival in New York heute per Videobotschaft eine Zusage an für den weltweiten Bildungsfonds „Education Cannot Wait“. Damit unterstützt Deutschland Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die von Krieg, Vertreibung und Katastrophen betroffen sind.

Entwicklungsministerin Alabali Radovan: „Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht - es gilt universell, auch in Zeiten von Krisen und Kriegen. Wir lassen Kinder und Jugendliche nicht allein. Bildung schafft Zukunftsperspektiven, schützt vor Ausbeutung und Gewalt und ist das gesellschaftliche Fundament für Frieden und nachhaltige Entwicklung. Wer heute an Bildung spart, zahlt morgen ein Vielfaches.“

Weltweit gefährden Notsituationen und langanhaltende Krisen die Bildung von 234 Millionen Kindern und Jugendlichen im Schulalter. 85 Millionen haben keinen Zugang zu Schule oder Unterricht infolge von Konflikten, Vertreibung, Naturkatastrophen und den Auswirkungen der Klimakrise. Besonders häufig ausgeschlossen sind Mädchen, Kinder mit Behinderungen sowie Geflüchtete.

Der Fonds „Education Cannot Wait“ wurde 2016 gegründet und verbindet schnelle Hilfe in Krisensituationen mit langfristiger Bildungsförderung. So sorgt er beispielsweise für den Aufbau von sicheren Lernorten, psychosoziale Unterstützung für Kinder und Lehrkräfte sowie für digitale Lernangebote. Dabei arbeitet er eng mit Partnerregierungen, UN-Organisationen, der Zivilgesellschaft und lokalen Akteuren zusammen.

Seit 2017 hat der „Education Cannot Wait“ über 14 Millionen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung ermöglicht. Deutschland zählt zu den wichtigsten Unterstützern des Fonds und damit des Menschenrechts auf Bildung und die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 4 „Hochwertige Bildung für alle“ aus der Agenda 2030.