Pressemitteilung Staatssekretär Niels Annen eröffnet „Berlin Process“ für Ernährungssicherung im Sahel

21. Juli 2026 | Mit dem heutigen Auftakt des „Berlin Process for Food Security in the Sahel“ setzt Deutschland ein starkes politisches Signal für den Kampf gegen Hunger und für Ernährungssicherheit in einer der fragilsten Regionen der Welt. Als Europas unmittelbare südliche Nachbarschaft ist der Sahel von zentraler Bedeutung für Sicherheit, die Bekämpfung von Terrorismus und die Verringerung von Fluchtursachen. Gleichzeitig leidet die Region unter Konflikten, den Folgen des Klimawandels und den Auswirkungen des Iran-Krieges auf globale Lieferketten.

Als größter bilateraler Geber in der Sahel-Region übernimmt Deutschland besondere Verantwortung. Im Rahmen des „Berlin Process for Food Security in the Sahel“ will das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit Partnern aus der Region sowie internationalen Organisationen wie WFP, FAO, IFAD und UNICEF die Koordination und Wirksamkeit der Maßnahmen für Ernährungssicherheit deutlich stärken. Ziel ist es, den Sahel zu einem Vorreiter für strategische Partnerschaften und enger koordinierte, effizientere und damit wirksamere Ansätze zu machen – im Sinne der laufenden UN-Reform mit stärker integrierten, auf Wirkung ausgerichteten Arbeitsweisen der UN-Organisationen.

Die vom BMZ finanzierte Sahel-Resilienz-Partnerschaft stellt in dieser Hinsicht ein erfolgreiches Beispiel für einen integrierten Ansatz gemeinsam mit UN-Partnern dar. Hier arbeiten WFP und UNICEF gemeinsam mit der GIZ Hand in Hand, um besonders vulnerable Gemeinden zu unterstützen. Diese Partnerschaft ergänzt die bilateralen Beiträge des BMZ in Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad für die Landwirtschaft, Ernährungssicherung und eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser. Als deutliches politisches und finanzielles Signal kündigt Staatssekretär Niels Annen an, dass in 2026 vorgesehen
ist, diese mit 130 Millionen Euro, davon 120 Millionen Euro für WFP und UNICEF zu finanzieren. Diese Mittel sollen insbesondere integrierte Ansätze zur Stärkung der Resilienz, zur Transformation der Landwirtschaft und zur Schaffung von Perspektiven für die junge Bevölkerung in den fünf Sahel Ländern unterstützen. Damit trägt das BMZ präventiv dazu bei, dass junge Menschen wirtschaftliche und gesellschaftliche Alternativen erhalten und es gewaltbereiten, terroristischen Gruppen erschwert wird, junge Menschen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.