Statement Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan zur Forderung der CSU für mehr Abschiebungen nach Syrien
„Der jahrzehntelange Bürgerkrieg hat viel Zerstörung und tiefe gesellschaftliche Wunden in Syrien zurückgelassen. Zwar sehen wir viele Fortschritte beim Wiederaufbau der Infrastruktur, aber die Lage ist weiterhin sehr fragil. Syrien bleibt noch immer ein in vielen Teilen zerstörtes und gespaltenes Land, in dem bestimmte Minderheiten weiterhin angegriffen werden.
Wir sind stolz auf das Engagement rund einer Million Syrerinnen und Syrer, die in Deutschland leben, arbeiten und unsere Gesellschaft bereichern. Viele von ihnen leisten heute als Fachkräfte unverzichtbare Arbeit hier in Deutschland. Und viele von ihnen haben den unbedingten Wunsch, ihre Expertise für den Aufbau des neuen Syriens einzubringen. Gerade deshalb ist es falsch, jetzt pauschale und übereilte Rückführungen zu propagieren. Statt über Abschiebungen zu debattieren sollten wir gemeinsam überlegen, wie Syrerinnen und Syrer beim Wiederaufbau können ohne ihren Aufenthaltsstatus zu verlieren.
Wir als BMZ begleiten den Übergangsprozess in Syrien eng und unterstützen die Menschen dabei, dass ihr Wunsch nach einer friedlichen, selbstbestimmten Zukunft Wirklichkeit wird.“