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Entwicklungsland

Für den Begriff "Entwicklungsländer", der in Deutschland seit den 1950er Jahren verwendet wird, gibt es keine einheitliche Definition. Die Mehrzahl dieser Staaten weist jedoch gemeinsame Merkmale auf:

  1. eine schlechte Versorgung großer Gruppen der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, dadurch Unterernährung und Hunger

  2. ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen, Armut

  3. keine oder nur eine mangelhafte Gesundheitsversorgung, eine hohe Kindersterblichkeitsrate und eine geringe Lebenserwartung

  4. mangelhafte Bildungsmöglichkeiten, eine hohe Analphabetenquote

  5. hohe Arbeitslosigkeit, ein insgesamt niedriger Lebensstandard, eine oft extrem ungleiche Verteilung der vorhandenen Güter

Die Wirtschaft der meisten Entwicklungsländer ist von einer Struktur geprägt, bei der traditionelle Produktionsweisen - vorwiegend in der Landwirtschaft - einem modernen dynamischen Sektor - meistens im Industriebereich - gegenüberstehen. Sie leidet oft unter Kapitalmangel und außenwirtschaftlichen Schwierigkeiten, weil viele Entwicklungsländer hoch verschuldet sind.

Eine weltweit verbindliche Liste der Entwicklungsländer existiert bisher nicht. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) stufte in seinem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) für die Jahre 2007/2008 insgesamt 107 von 177 erfassten Staaten als Länder mit geringer oder mittlerer Entwicklung ein.

Externer Link:

Berichte zur menschlichen Entwicklung – Entwicklungs­pro­gramm der Vereinten Nationen (englisch)

Glossar des BMZ
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