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Zivilgesellschaft


Ein ursprünglich unter anderem vom italienischen Theoretiker Antonio Gramsci (1891–1937) entwickelter Begriff. Er verstand darunter die Gesamtheit aller nichtstaatlichen Organisationen, die auf den "Alltagsverstand und die öffentliche Meinung" Einfluss haben.

Heute umschreibt der Begriff einen Bereich innerhalb der Ge­sell­schaft, der zwischen dem staat­lichen, dem wirt­schaft­lichen und dem privaten Sektor angesiedelt ist. Die Zivil­gesell­schaft umfasst die Gesamt­heit des Engagements der Bürger eines Landes – zum Beispiel in Ver­einen, Ver­bänden und viel­fältigen Formen von Initia­tiven und sozialen Bewegungen. Dazu gehören alle Akti­vitäten, die nicht profit­orientiert und nicht abhängig von partei­politischen Interessen sind.

Verschiedene Politik­wissen­schaftler beschreiben die Zivil­gesell­schaft als Komponente, die neben dem Staat und den Kräften des Marktes notwendig ist, um eine ideale plura­listische Gesell­schaft von engagierten Bürgern zu schaffen.

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