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Finanzdienstleistungen für alle


Das Finanzsystem ist das Rückgrat jeder Volks­wirtschaft. Durch das An­gebot von maß­ge­schnei­derten Finanz­dienst­leistungen – Spar­konten, Kredite, Ver­sicherungen und Zah­lungs­ver­kehr – können arme Be­völ­ker­ungs­schich­ten un­mit­tel­bar bei ihrer wirt­schaft­lichen, so­zialen und po­li­ti­schen Ent­wick­lung unter­stützt werden.

In manchen Entwicklungs- und Trans­for­ma­tions­län­dern ist das Finanz­system für diese Aufgabe noch nicht aus­rei­chend dif­fer­en­ziert, leis­tungs­fähig und stabil. Das hemmt die In­ves­ti­tions­tä­tig­keit und die Ent­wick­lung. Denn unter un­zu­rei­chen­dem Zu­gang zu Fi­nanz­dienst­leis­tungen lei­den oft die Bereiche, die besonders große Be­deu­tung für den Erfolg einer Volks­wirt­schaft haben: die Land­wirt­schaft, die Kom­mu­nal­ver­wal­tungen und die kleinen und mitt­leren Betriebe (KMU).

Die Stabilisierung der Finanzsysteme ist auch vor dem Hin­ter­grund der Fi­nanz­krise von 2008 ein wich­tiges Ent­wick­lungs­ziel. Die globale Finanz­krise hat den Banken­sektor in vielen Partner­ländern der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit in Mit­lei­den­schaft gezogen. Die Kredit- und Kapital­kosten an inter­na­tio­nalen Finanz­märkten sind gestiegen. Aus­län­dische Ka­pi­tal­ströme sind zeit­weise zu­rück­ge­gan­gen. Besonders für kleine und mitt­lere Unter­nehmen kann dies schnell zu einem er­schwer­ten Zugang zu Krediten führen und im schlimm­sten Fall das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Finanzdienstleistungen finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

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